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Profunder Kenner der
Benediktbeurer Klostergeschichte
Prof. DDr. Leo Weber SDB 80

Professor Pater DDr. Leo Weber SDB, emeritierter Kirchen- und Kunsthistoriker an der PTH Benediktbeuern, kann am 12. Dezember 2008 seinen 80. Geburtstag begehen.

 

Leo Weber

 

Der Jubilar erblickte am 12. Dezember 1928 als sechstes von insgesamt acht Kindern des chirurgischen Instrumentenmachers Josef Weber und seiner Ehefrau Magdalena geb. Rebstock in Gosheim (Lkr. Tuttlingen) das Licht der Welt. In seinem Heimatort besuchte er zunächst die Volksschule, um dann von 1943 an in Rottweil eine Malerlehre zu absolvieren, die er im Mai 1946 mit der Gesellenprüfung abschließen konnte. Noch wenige Monate vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der 16jährige zum Militär gerufen. Er verbrachte ein halbes Jahr in amerikanischer Gefangenschaft im französischen Cherbourg – für Leo Weber eine Zeit negativer Erinnerungen.

Im September 1947 begab er sich nach Buxheim bei Memmingen, wo er – mit der Absicht, Priester zu werden – noch einmal die Schule besuchte. Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos unterhielt hier eine Einrichtung für Spätberufene. 1949 erfolgte der Wechsel zum Gymnasium in Benediktbeuern. Im Jahre 1951 trat Leo Weber in das salesianische Noviziat in Ensdorf in der Oberpfalz ein. Hier legte er am 15. August 1952 die ersten Gelübde ab.

Nach Benediktbeuern zurückgekehrt, bestand er 1954 die Abiturprüfung. Es folgten zwei Jahre erzieherischer Tätigkeit im Jugendwohnheim »Salesianum« in München und im Schülerwohnheim in Burghausen. 1956 konnte der inzwischen 27jährige das Studium der Theologie in Benediktbeuern aufnehmen. Am 29. Juni 1961 empfing er in der Basilika St. Benedikt die Priesterweihe.

Wiederum wurde P. Leo Weber in das »Salesianum« versetzt. Neben seinen jugendpastoralen Aufgaben konnte er sich dem kirchengeschichtlichen Promotionsstudium an der Münchener Universität bei Prof. Dr. Georg Schwaiger widmen, das er Anfang 1970 abschloß. Da es seinerzeit für Ordensleute schwierig war, sich im Fach Katholische Theologie zu habilitieren, nahm er ein Studium der Kunstgeschichte auf und erwarb 1983 einen philosophischen Doktortitel bei Prof. Dr. Norbert Lieb in München.

Seit 1970 wirkte er als Dozent und – seit der staatlichen Anerkennung der Ordenshochschule im Jahre 1981 – als Professor in Benediktbeuern. P. Leo Weber, der den Benediktbeurer Lehrstuhl bis zu seiner Entpflichtung im Sommer 2000 innehatte, prägte mehrere Generationen zukünftiger Priester, Pastoralreferenten und Religionslehrer. Seine Studierenden haben ihn als einen sehr kompetenten, engagierten und humorvollen Wissenschaftler kennengelernt, der sich nicht scheut, aus dem Glauben heraus zu aktuellen Themen dezidiert Stellung zu beziehen.

Forschungsschwerpunkte P. Leo Webers sind vor allem das Kloster Benediktbeuern, die Salesianer Don Boscos, die christliche (barocke) Kunst, die schwäbische Heimat und – in letzter Zeit – die bayerischen Gebirgsschützen. Aus seinen Veröffentlichungen spricht die Überzeugung, dass Identität auf historische Vergewisserung angewiesen ist und dass aus der Beschäftigung mit der Geschichte Verantwortung erwächst.

P. Leo Weber hat sich stets über den Bereich der Wissenschaft hinaus engagiert. Als Seelsorger half (und hilft) er gern in der Pfarreiengemeinschaft Benediktbeuern und in der weiteren Umgebung aus. Den studierenden Mitbrüdern der Salesianer Don Boscos stand er als Begleiter – als so genannter »Kurspater« – zur Verfügung. Im Kloster Benediktbeuern kümmert er sich um die Belange des Denkmalschutzes – wobei ihm seine Malerausbildung und sein kunsthistorisches Studium zugute kommen. Er beteiligt sich an der Organisation von Ausstellungen und Großereignissen – zu erwähnen wären insbesondere die Feierlichkeiten zum 1250jährigen Jubiläum des Klosters Benediktbeuern im Jahre 1989.

Auch mit 80 Jahren hat sich P. Leo Weber noch nicht in den Ruhestand begeben. Für die Studierenden der Theologie bietet er kunsthistorische Vorlesungen und Exkursionen an. Als Klosterführer ist er nach wie vor gefragt, vor allem dann, wenn Gruppen anspruchsvolle Erläuterungen wünschen. Und die öffentlichen Vorträge, die er gelegentlich im Benediktbeurer Barocksaal hält, zählen zu den bestbesuchten Veranstaltungen im Kloster.

Norbert Wolff / PTH-Pressestelle / 26. November 2008
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