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Verabschiedung von
Prof. Dr. Margit Eckholt

Abschied und Aufbruch

Abschied bedeutet häufig auch Aufbruch. Dies wurde bei der Abschiedsfeier für die Benediktbeurer Dogmatikerin Prof. Dr. Margit Eckholt (49) deutlich, die ab dem kommenden Wintersemester in Osnabrück lehren wird.

Margit Eckholt
Prof. Dr. Margit Eckholt (mi.), ihre Eltern (re. von ihr), KSFH-Präsident Prof. Dr. Egon Endres (li.)



Als Thema ihrer Sondervorlesung am 16. Juni 2009 hatte sie formuliert: »‚Clash of civilizations‘ oder Dialog der Kulturen? Die ‚Aufbrüche‘ Bernhard Weltes nach Lateinamerika«. Mehr als 100 Gäste folgten ihrer Einladung ins Kloster Benediktbeuern, darunter Professoren und Studierende der beiden Benediktbeurer Hochschulen, Professoren aus Tübingen und Augsburg, Vertreter des Stipendienwerks Lateinamerika-Deutschland und Familienangehörige.

Nach der Heiligen Messe in der Hauskapelle der Salesianer Don Boscos – mit PTH-Rektor Prof. Pater Dr. Lothar Bily SDB als Hauptzelebrant und Prediger – ging es in den Barocksaal des Klosters. In seinen Einführungsworten würdigte Pater Bily das vielfältige Engagement der scheidenden Kollegin. Zum einen nannte er die Bemühungen um ausländische Studierende und um Kooperationen mit ausländischen Hochschulen. Dabei konnte er sich einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: Der Hochschulstandort Benediktbeuern sei durch Frau Eckholts Wirken noch stärker zu einem internationalen Zentrum geworden – und die Gemeinde Benediktbeuern lehne die Bezeichnung »Hochschulort« ab. Zum anderen nannte Pater Bily die Tatsache, dass Frau Eckholt die Kollegen und die Studierenden intensiv an ihren denkerischen Bemühungen teilhaben lasse. Auch der Vortrag über Bernhard Welte (1906–1983), den Lehrer ihres Doktorvaters Peter Hünermann, stehe in diesem Kontext.

In ihrer Vorlesung schilderte Margit Eckholt den Freiburger Priester und Religionsphilosophen Welte als einen kulturell sensiblen Menschen. Dieser habe nicht nur das Stipendienwerk Lateinamerika-Deutschland (dessen Vorsitzende Frau Eckholt heute ist) mitbegründet und lange Jahre geleitet, sondern sei auch selbst mehrmals nach Südamerika gereist und habe dort wichtige Erfahrungen machen dürfen, die sich unter anderem in seinen Tagebüchern aus Mexiko und Peru widerspiegelten. So habe Welte den Eindruck gewonnen, daß »unter den Armen eine neue Art von Christentum in Entstehung begriffen« sei. Von einem Dialog der Kulturen, einem internationalen Kulturaustausch könnten somit alle Seiten profitieren. Dazu gehöre freilich die Bereitschaft, sich auf das Fremde einzulassen. »Die Sprache der Liebe, die wirklich Liebe ist, wird immer verstanden werden«, so Welte in einem seiner Bücher.

Nach der Abschiedsvorlesung richteten PTH-Rektor Prof. Pater Dr. Lothar Bily SDB und KSFH-Präsident Prof. Dr. Egon Endres kurze Dankesworte an Frau Eckholt. Beim anschließenden Abendessen im Speisesaal der Salesianer Don Boscos bedankten sich auch die Vertreter der Studierenden. Eine kleine Überraschung stand dann ganz zum Schluß auf dem Programm: Der afrikanische Priester Pierre Damien Ndombe Makanga, der bei Frau Eckholt promoviert hatte, überreichte seiner »Doktormutter« ein druckfrisches Exemplar seiner Dissertation, bei der es ebenfalls um interkulturellen Dialog ging. Der Kongolese hatte sich mit der Erlösungslehre des Schweizer Theologen Hans Urs von Balthasar befaßt.

Margit Eckholt, die seit 2000 als Lehrbeauftragte und seit 2001 als Professorin in Benediktbeuern tätig ist, wird ihren Dienst in Osnabrück zum 1. September 2009 antreten. Auch dort wird sie sich in ihren dogmatischen Lehrveranstaltungen mit den Themenkreisen »Kultur«, »Eine Welt« und »Frauen« beschäftigen. Ihre neuen Hörer werden überwiegend Lehramtsstudierende sein.

Norbert Wolff / PTH-Pressestelle / 17. Juni 2009
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