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Missio canonica 2010:
»Jesus Christus ist das menschliche Antlitz Gottes«

Am 16. Januar 2010 haben 18 Absolventen der von der PTH Benediktbeuern angebotenen »Zusatzqualifikation Religionspädagogik« (ZRP), darunter 17 Frauen und 1 Mann, die vorläufige Erlaubnis zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht (Missio canonica) erhalten.

ZRP 2010
ZRP-Absolventen beim Gottesdienst in der Kapelle der Jugendbildungssstätte Aktionszentrum


Aufgrund der Kooperation der PTH mit der Katholischen Akademie Domschule Würzburg können sie nun in allen deutschen Diözesen an Grund-, Haupt- und Sonderschulen Religion unterrichten.

Die 18 jungen Leute hatten zuvor als Studierende der Sozialen Arbeit an der von der Katholischen Stiftungsfachhochschule angebotenen dreisemestrigen »Theologischen Zusatzausbildung« teilgenommen. Im Anschluß daran belegten sie an der PTH den religionspädagogischen Kurs und hielten erste Lehrproben ab.

Die Feier zur Übergabe der Urkunden begann mit einer Heiligen Messe in der Kapelle der Benediktbeurer Jugendbildungsstätte Aktionszentrum. Hauptzelebrant Pater Dr. Josef Weber SDB ging in seiner Predigt davon aus, daß viele Religionen den Menschen helfen möchten, zu Gott zu gelangen. »Im Christentum ist es anders: Gott ist zu den Menschen gekommen, und Jesus Christus ist das menschliche Antlitz Gottes.« Im Religionsunterricht gehe es darum, diese Wahrheit immer wieder zu vermitteln.

Dr. Thomas Franz von der Katholischen Akademie Domschule Würzburg lobte in seiner Ansprache die große Liebe zur Theologie und das Engagement der jungen Leute, die neben dem »normalen« Studium der Sozialen Arbeit noch zusätzliche Vorlesungsstunden belegt hätten, um die religionspädagogische Qualifikation zu erwerben.

Oberstudiendirektor Ludwig Rendle vom Bischöflichen Schulamt in Augsburg, der die Urkunden überreichte, wies darauf hin, daß die Verbindung der beiden Studienfächer Soziale Arbeit und Katholische Theologie ideal sei. Die zukünftigen Religionslehrer sollten nicht einfach nur Wissen weitergeben, sondern die Situation der Schüler ernstnehmen und den Glauben durch Worte wie durch Taten bezeugen.

Norbert Wolff / PTH-Pressestelle / 20. Januar 2010
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