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Promotionsfeier 2011
Afrikanisches Jubelgeschrei im Benediktbeurer Barocksaal

Ungewohnte Laute erfüllten den Barocksaal des Klosters Benediktbeuern, als der kongolesische Priester Bruno Kasongo Ndala am 1. Juni 2011 seine Promotionsurkunde in Empfang nahm.

Martin Seidnader - Markus Schrom - Bruno Kasongo Ndala - Lothar Bily - Adriana Limón González
V.l.n.r.: Dr. Martin Seidnader, Dr. Markus Schrom, Dr. Bruno Kasongo Ndala, Rektor Prof. P. Dr. Lothar Bily SDB, Lic. Adriana Limón González


Einige Landsleute des frischgebackenen Doktors der Theologie waren zur Feier gekommen und stießen die für das Luba-Volk typischen afrikanischen Jubelschreie aus.

PTH-Rektor Professor Pater Dr. Lothar Bily SDB begrüßte die rund 70 Gäste, die den Weg in den Barocksaal gefunden hatten – insbesondere die drei Doktoren und die Lizentiatin der Theologie, die in den vergangenen zwei Jahren ihre Examina erfolgreich bestanden hatten. In seiner Begrüßungsansprache ging er auf die aktuelle Situation der Ordenshochschule ein, die von der Schließung bedroht ist. Dabei wies er darauf hin, daß Benediktbeuern nach wie vor ein Ort der theologischen Forschung sei. Anschließend stellten die jeweiligen Betreuer ihre Schüler sowie deren wissenschaftliche Arbeiten vor.

Die Mexikanerin Adriana Limón González, die der geistlichen Gemeinschaft »Verbum Dei« in München angehört, hatte sich in ihrer auf Spanisch verfaßten pastoraltheologischen Lizentiatsarbeit mit dem »Camino de Santiago als Schmiede einer neuen Spiritualität« beschäftigt. Ihr Betreuer Professor Dr. Martin Lechner betonte, daß es in der Arbeit weniger um eine »Pastoral am Ziel« als vielmehr um eine »Pastoral auf dem Weg« gehe, was der Situation der heutigen Menschen sehr entspreche.

Eine Dissertation im Fach Fundamentaltheologie legte Bruno Kasongo Ndala vor. Der Titel lautete: »Todeserfahrung und Todesbewältigung in der Tradition der Luba-Shankadi im Kongo und die christliche Auffassung von Tod und Auferstehung«. Ein Ergebnis der Arbeit sei, daß es sich bei der Inkulturation nicht um einen einseitigen Prozeß handle, sondern daß auch das Christentum etwas von den Naturreligionen lernen könne, etwa im Hinblick auf die hohe Wertschätzung der Ahnen, so Professor Pater Dr. Lothar Bily in seiner Laudatio.

Markus Schrom aus Marktoberdorf ist Diakon in Augsburg und steht kurz vor dem Empfang der Priesterweihe. Er hatte den Diplomstudiengang Katholische Theologie in Benediktbeuern absolviert und einige Jahre in Österreich in der Seelsorge gearbeitet, bevor er sich zum Eintritt in das Priesterseminar seiner Heimatdiözese entschloß. In der von Professor Dr. Margit Eckholt (früher Benediktbeuern, heute Osnabrück) betreuten dogmatischen Dissertation ging es um »Die Kirche als Gebetsgemeinschaft … auf dem Hintergrund der Texte des II. Vatikanischen Konzils«.

Der in Bad Tölz tätige Pastoralreferent Martin Seidnader war zunächst »Doppelstudent« in Benediktbeuern gewesen und hatte sein Theologiestudium dann in München fortgesetzt. Seine moraltheologische Dissertation thematisiert unter dem Titel »Sittlich handeln aus innerem Erleben« den Beitrag der Psychologie Jacob Levy Morenos für die Moraltheologie. Die Arbeit sei wichtig für ein vertieftes anthropologisches Verständnis von personaler Erfahrung und stelle die Bedeutung der Lebensgeschichte für die Sittlichkeit heraus, so der Betreuer Professor Pater Dr. Raimund Luschin SDB.

Den anschließenden Festvortrag zum Thema »Wandlung der Welt – Anmerkungen zum Verhältnis von Transsubstantiation und Bekehrung« hielt der PTH-Dogmatiker Professor Pater Dr. Stefan Oster SDB, der sich dafür aussprach, die Eucharistie wie auch die menschliche Person von ihrer Substanz her, und nicht allein von der Nützlichkeit her zu verstehen.

Am Ende des Promotionsaktes bedankte sich Rektor Pater Bily bei den Beteiligten, allen voran den drei Doktoren und der Lizentiatin der Theologie. Sein Dank galt außerdem der PTH-Studentin Vanessa Elsasser, die die Feier musikalisch umrahmt hatte. Mit einem Stehempfang auf dem Gang vor dem Barocksaal klang die denkwürdige Feier aus.

Norbert Wolff / PTH-Pressestelle / 9. Juni 2011
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