PTH Benediktbeuern – Archiv 2002

Salesianer Don Boscos

Prof. P. Dr. Michael Krämer 80

Professor P. Dr. Michael Krämer SDB, emeritierter Neutestamentler an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern, kann am 3. Januar 2003 auf 80 erfüllte Lebensjahre zurückblicken. Als Sohn einer donauschwäbischen Familie erblickte er in Krnjaja in der Batschka (heute Serbien) das Licht der Welt. Während des Zweiten Weltkriegs trat er in die kroatische Ordensprovinz der Salesianer Don Boscos ein; am 12. Oktober 1941 legte er die ersten Gelübde ab.

Die Zeit des Theologiestudiums wurde durch eine mehrjährige Haft in kommunistischen Gefängnissen unterbrochen. Erst 1953 durfte Michael Krämer aus Jugoslawien nach Deutschland ausreisen. Am 5. August 1956 in St. Ottilien zum Priester geweiht, absolvierte er ein bibelwissenschaftliches Spezialstudium am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom, wo er 1968 zum Doctor in re biblica promoviert wurde.

Von 1960 an dozierte er Neues Testament (zeitweise auch Altes Testament) in Benediktbeuern. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehörte das synoptische Problem: die Frage, warum die vier Evangelisten in unterschiedlicher Weise über Jesus Christus berichten. Insbesondere kritisierte er die Zwei-Quellen-Theorie, der zufolge die Evangelisten Matthäus und Lukas von Markus sowie von der sogenannten Logienquelle abhängig gewesen seien.

Seit einigen Jahren engagiert P. Krämer sich als Sprecher für den christlichen Sender Radio Horeb. Unter der Rubrik »Credo – der Glaube der Kirche« hielt er vielbeachtete Vorträge über Jesus, den Sohn Gottes und Verkünder des Gottesreiches, sowie über die matthäische Kindheitsgeschichte.

In der Umgebung von Benediktbeuern ist Pater Krämer auch als Seelsorger bekannt. Zeitweise wirkte er als Pfarrer in Sindelsdorf, als Kaplan in Benediktbeuern und als Aushilfsgeistlicher in Schöffau und Seehausen.

PTH-Pressestelle / 28. Dezember 2002
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Das Jahr 2003 an der PTH Benediktbeuern

Säkularisation und Qualitätsentwicklung

Für das kommende Jahr 2003 hat man sich an der PTH Benediktbeuern einiges vorgenommen. Unter anderem sind mehrere Veranstaltungen anläßlich des 200. Jahrestages der großen Säkularisation geplant.

Der emeritierte Kirchen- und Kunsthistoriker Prof. P. DDr. Leo Weber wird im Rahmen der Thomasakademie am 24. März 2003 über die 1803 erfolgte Aufhebung des Klosters Benediktbeuern sprechen.

Am 10. Mai 2003 wird der Münsteraner Religionssoziologe Prof. DDr. Karl Gabriel sich in einem Vortrag mit der Rolle der Religion in der modernen Gesellschaft auseinandersetzen.

Vom 25. bis zum 29. August 2003 werden die Verbände der katholischen und evangelischen Bibliotheken Deutschlands ihre gemeinsame Jahrestagung im Kloster Benediktbeuern abhalten.

Schließlich wird der Qualitätsentwicklungsprozeß der Benediktbeurer Ordenshochschule, der im vergangenen Schuljahr begonnen hatte, fortgesetzt. In zwei sogenannten »Qualitätszirkeln« beraten Lehrende und Studierende gemeinsam über eine attraktivere Gestaltung des theologischen Hauptstudiums und über den Stellenwert ökologischen Handelns im Hochschulalltag.

PTH-Pressestelle / 17. Dezember 2002
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Ehemaliger PTH-Rektor wird Erzbischof von Salzburg

Der Innsbrucker Bischof Dr. Alois Kothgasser SDB (das nebenstehende Foto zeigt ihn – rechts – bei einem Festakt im Benediktbeurer Barocksaal) ist zum Erzbischof von Salzburg ernannt worden. Mit dem neuen Amt ist traditionell auch der Titel eines »Primas Germaniae« verbunden.

Der 1937 im steirischen Lichtenegg geborene Theologe trat 1955 in den Orden der Salesianer Don Boscos ein und empfing 1964 die Priesterweihe. Von 1982 bis 1997 war er Professor für Dogmatik an der PTH Benediktbeuern; von 1982 bis 1988 sowie von 1994 bis 1997 bekleidete er außerdem das Amt des Hochschulrektors. Im November 1997 wurde er Bischof von Innsbruck.

>> Die Erzdiözese Salzburg im Internet >>

V.l.n.r.: Provinzial P. Herbert Bihlmayer (München), Prof. P. Dr. Otto Wahl (Benediktbeuern), Bischof Dr. Alois Kothgasser (Innsbruck, demnächst Salzburg)

PTH-Pressestelle / 30. November 2002
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»Demokratie im Volk Gottes«

Erstes »Forum Dissertationen« an der PTH Benediktbeuern

Die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos lädt ein zum »Forum Dissertationen«. Im Rahmen dieser neuen Veranstaltungsreihe sollen Nachwuchswissenschaftler die Chance erhalten, einem interessierten Publikum wichtige Ergebnisse ihrer Forschungen vorzustellen.

Zum Auftakt spricht am Donnerstag, 28. November 2002, von 11.25 bis 12.10 Uhr im Hörsaal 1 der PTH Dr. Ralph Neuberth aus Würzburg über das Thema »Demokratie im Volk Gottes. Zum Umgang mit Macht in der Kirche früher und heute«. Von 13.00 bis 14.30 Uhr besteht die Möglichkeit, im Hörsaal 2 der Hochschule bei einer Tasse Kaffee mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen.

Der Pastoralreferent Neuberth war früher in der Jugendarbeit tätig (u. a. als Diözesanvorsitzender des BDKJ Würzburg). Im Sommersemester 2000 hat er an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Würzburg mit einer Arbeit über das Problem der Demokratie in der Apostelgeschichte promoviert. Derzeit übt er als erster Laie das Amt des Landjugendseelsorgers für Bayern und des Landesseelsorgers der Katholischen Landjugendbewegung Bayerns (KLJB) aus.

PTH-Pressestelle / 25. November 2002
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Die Bedeutung der Theologie für die heutige Gesellschaft

Lothar Bily hielt Antrittsvorlesung an der Benediktbeurer PTH

»Sapientia foris clamat in plateis. – Die Weisheit ruft auf den öffentlichen Plätzen.« Mit diesem Wort des biblischen Buches der Sprichwörter (1,20), das sich auch bei dem spätmittelalterlichen Theologen und Philosophen Nikolaus von Kues findet, überschrieb Prof. Dr. Lothar Bily seine Antrittsvorlesung, die er am Montag, 18. November 2002, im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern vor mehr als 70 Zuhörern hielt.

Der aus Regensburg stammende Fundamentaltheologe und Salesianerpater stellte zunächst fest, daß die Theologie heutzutage im Konzert der Wissenschaften nicht mehr den Part innehabe, der ihr in früheren Zeiten zugekommen sei. In gewisser Weise habe sie sich sogar »von der Königin zum Aschenputtel« entwickelt, denn von vielen Zeitgenossen werde vor allem ihr praktischer Nutzen in Frage gestellt.

Bily führte aus, daß sehr unterschiedliche Gruppierungen ein Interesse daran hätten, die Theologie aus den öffentlichen Diskursen, die in unserer Gesellschaft geführt würden, herauszuhalten. Zum einen gebe es »postmodern« orientierte Kreise, die nicht bereit seien, letztverbindliche Ansprüche – und somit auch den Anspruch der Theologie – anzuerkennen. Zum anderen drängten traditionalistische kirchliche Kreise darauf, daß die Theologie sich stärker auf den kirchlichen Binnenraum konzentriere.

Dabei, so fuhr der Referent fort, bedürfe der moderne säkulare Staat durchaus der Theologie, denn er lebe von Grundlagen, die er selbst nicht schaffen könne. Außerdem komme der Theologie die Aufgabe zu, gesellschaftskritisch zu wirken und etwa Randgruppen zu helfen, sich zu artikulieren. Auch vom inneren Wesen der Theologie her sei deren Öffentlichkeitscharakter grundgelegt, weil die »christliche Heilsbotschaft von der Erlösung durch Jesus Christus« allen Menschen zugesagt sei.

Die Antrittsvorlesung schloß damit, daß sich die Theologie weder in einen Elfenbeinturm zurückziehen noch in einem Supermarkt der Möglichkeiten unter Wert verkaufen dürfe. Vielmehr habe sie »auf dem Marktplatz« mit seinen unterschiedlichen Angeboten und Meinungen präsent zu sein. Dabei müsse sie ihre eigene Identität – den Bezug zu Gott und zur Kirche – bewahren, aber eben auch dem Pluralismus der heutigen Gesellschaft Rechnung tragen und sich als gesprächsfähig erweisen.

Dem Vortrag folgte eine längere Diskussion mit den Zuhörern, in der es unter anderem um die Präsenz der Kirche in den Medien, um die Zusammenarbeit von Theologie und anderen Wissenschaften (z. B. Sozialpädagogik), um die Öffentlichkeitswirksamkeit von Theologen wie Hans Küng und Eugen Drewermann und um die Befreiungstheologie ging. Lothar Bily betonte dabei, daß es ihm wichtig sei, nicht nur in der Hochschule, sondern auch in der Erwachsenenbildung und in der Seelsorge wirken, um so den Kontakt zur Basis zu behalten.

PTH-Pressestelle / 19. November 2002
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Tagung zur Ordensgeschichte

Salesianer ziehen positive Bilanz

Vom 1. bis zum 3. November 2002 fand an der PTH Benediktbeuern eine englischsprachige Tagung zur salesianischen Ordensgeschichte in Mittel- und Westeuropa statt, an der rund 20 Salesianer Don Boscos, Don-Bosco-Schwestern und andere Interessierte aus 9 Ländern teilnahmen. Die Benediktbeurer Hochschule war unter anderem durch die Professoren P. Dr. Jacques Schepens und P. Dr. Norbert Wolff vertreten.

In den einzelnen Tagungsbeiträgen ging es sowohl um die Aufgaben, vor die sich die Ordensgeschichtsschreibung heute gestellt sieht, als auch um den konkreten Stand der Forschung in einzelnen Ländern.

Der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Professor Dr. Peter Roebuck (Ulster University, Coleraine/Nordirland), ein ehemaliger Schüler der Salesianer Don Boscos, präsentierte die Geschichte der Ordensschule im nordenglischen Shrigley, wobei er interessante Einblicke in die Bautätigkeit der 1930er Jahre wie auch in die damalige internationale Prägung der englischen Ordensprovinz gab.

Professor P. Dr. Bogdan Kolar, Salesianer und Kirchengeschichtler (Katholisch-theologische Fakultät der Universität Ljubljana/Slowenien), der sich mit den »Herausforderungen für die salesianischen Archive« befasste, betonte, daß die Ordensarchive in kultureller Hinsicht für den Staat von Interesse sein könnten, woraus sich vielfältige Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit ergäben. Wichtig sei es auf jeden Fall, geeignete Maßnahmen zu treffen, um das archivalische Erbe sachgerecht zu bewahren.

Die österreichische Don-Bosco-Schwester Maria Maul aus Vöcklabruck/Oberösterreich, die derzeit an ihrer kirchengeschichtlichen Dissertation arbeitet, zeigte auf, welche Probleme sich beim Schreiben einer salesianischen Biographie ergeben, wenn diese wissenschaftlichen Ansprüchen genügen soll.

P. Hans-Werner Halsband, ein Angehöriger des Ordens der Oblaten des hl. Franz von Sales, der in Münster promoviert, verglich in seinem Referat die Nachwuchsarbeit von fünf Priesterkongregationen in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, wobei er darlegen konnte, daß es bemerkenswerte Parallelen gab.

Für einen besonderen Akzent sorgte der in Benediktbeuern studierende vietnamesische Salesianer P. Dominik Tran Manh Nam, der berichtete, daß es den Ordensgemeinschaften in seiner Heimat unter der kommunistischen Herrschaft unmöglich gewesen sei, schriftliche Dokumente zu produzieren, weswegen Historiker auf mündliche Quellen angewiesen seien.

In der Diskussion dazu wurde deutlich, daß seine Erfahrungen auch auf einige europäische Länder des ehemaligen Ostblocks zutreffen. Daher – so war man sich einig – müßten hier nun vermehrte Anstrengungen unternommen werden, mündliches Quellenmaterial zu sammeln und zu sichern.

Ein positives Fazit der Tagung zog P. Dr. Francesco Motto, der Leiter des Historischen Instituts der Salesianer Don Boscos in Rom. Er wies darauf hin, daß im November 2003 ein gesamteuropäischer Kongress zur salesianischen Geschichte in Wien stattfinden werde.

Die in Benediktbeuern zusammengekommene Gruppe aus Mittel- und Westeuropa möchte sich außerdem im November 2004 in Brüssel treffen, um den gemeinsamen Austausch fortzusetzen, denn – so formulierte es Peter Roebuck: »Auch das Internet kann den persönlichen Kontakt unter Historikern nicht ersetzen.«

PTH-Pressestelle / 7. November 2002
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Theologie vor der Herausforderung der Armut

Virginia Azcuy hielt Sondervorlesung an der PTH

Die Theologin Virginia Azcuy kommt aus Argentinien, einem Land, das in der Vergangenheit zu den wohlhabenderen Gebieten Südamerikas gehörte, momentan jedoch eine schwere wirtschaftliche Krise durchmacht. Sie wirkt als Professorin für Dogmatik und Spiritualität an der Katholischen Universität in Buenos Aires.

Auf Einladung der Benediktbeurer Dogmatikerin Margit Eckholt hielt Virginia Azcuy am Montag, 4. November 2002, an der PTH Benediktbeuern eine Sondervorlesung über die »Theologie vor der Herausforderung der Armut«. Zu dieser Veranstaltung erschienen mehr als 50 Zuhörer – nicht nur Studierende, sondern auch Professoren und auswärtige Gäste –, so daß der große Hörsaal der Ordenshochschule fast bis auf den letzten Platz gefüllt war. Der Untertitel des Vortrags: »Eine lateinamerikanische Perspektive aus der Sicht der Frauen« verwies darauf, daß die Frauenforschung zu den Interessenschwerpunkten der Wissenschaftlerin gehört, die als Theologin in einer traditionellen Männerdomäne tätig ist.

Der Gedanke, daß Armut in Südamerika vor allem ein Problem ist, welches die Frauen betrifft, durchzog die Vorlesung wie ein roter Faden. Die »Option für die Armen«, die die Kirche sich auf ihre Fahnen geschrieben habe, so die Referentin, müsse immer auch eine »Option für die Frauen« sein. Daher sei es unerläßlich, Theologie aus einer weiblichen Perspektive zu betreiben und konkrete Frauenbiographien in den Blick zu nehmen.

Virginia Azcuy, die sich zusammen mit Politikern, Leuten aus der Wirtschaft, Soziologen und anderen Theologen aktiv darum bemüht, an der Lösung der gesellschaftlichen Probleme Argentiniens mitzuarbeiten, erwähnte, daß Frauen als Haushaltsvorstände, in Tauschklubs und beispielsweise auch beim Anbau von Zitrusfrüchten in sehr spezifischer Weise mit dem Problem der Armut zu tun hätten und kreativ damit umgingen. Hier könnten die Sozialwissenschaften einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, Zusammenhänge zu verstehen und Schwierigkeiten zu meistern.

In der abschließenden Diskussion wurde unter anderem die Stellung der Frauen innerhalb der Kirche angesprochen. Dabei wurde deutlich, daß südamerikanische Frauen wichtige Beiträge zur Seelsorge leisten, zum einen in Bibelgruppen oder in der Glaubensverkündigung, zum anderen durch diakonische Arbeit, durch praktizierte Nächstenliebe im Umgang mit Notleidenden.

PTH-Pressestelle / 6. November 2002
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Vortrag über »Perspektiven lateinamerikanischer Theologie«

Frau Prof. Dr. Virginia Azcuy von der Katholischen Universität Argentiniens in Buenos Aires hält am Montag, 4. November 2002, um 9.40 Uhr im Hörsaal 1 der PTH Benediktbeuern eine öffentliche Sondervorlesung über »Perspektiven lateinamerikanischer Theologie«. Im Anschluß daran besteht bis 11.20 Uhr die Möglichkeit, mit der Referentin ins Gespräch zu kommen.

Die 1961 geborene Wissenschaftlerin verbrachte nach ihrer 1996 in Buenos Aires erfolgten Promotion drei Jahre als Stipendiatin des Stipendienwerks Lateinamerika – Deutschland in Tübingen. Bereits seit 1990 gehört sie der Argentinischen Gesellschaft für Theologie an. Seit dieser Zeit arbeitet sie auch als Lehrbeauftragte für Dogmatik und Spiritualität an verschiedenen Hochschulen, darunter auch am Theologischen Institut der Salesianer Don Boscos in Buenos Aires. 1995 wurde sie zur Assistenzprofessorin an der dortigen Katholischen Universität ernannt.

In ihrem literarischen Werk hat sie sich mit Theologen wie Hans Urs von Balthasar, Ignacio Ellacuría (1989 in El Salvador ermordeter Jesuit), Therese von Lisieux und Edith Stein beschäftigt. Zu ihren Interessensschwerpunkten zählt die Stellung der Frau in der lateinamerikanischen Kirche.

PTH-Pressestelle / 27. Oktober 2002
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»Zusatzqualifikation Religionspädagogik«

Neues attraktives Angebot der PTH Benediktbeuern

Am Freitag, 25. Oktober 2002, haben Prof. P. Dr. Karl Bopp SDB (auf dem Foto links), Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern, und Dr. Jürgen Thomassen (auf dem Foto rechts), Direktor der Katholischen Akademie Domschule Würzburg, einen Kooperationsvertrag zur »Zusatzqualifikation Religionspädagogik« unterzeichnet. Damit verfügt die Ordenshochschule nun über ein neues attraktives Angebot für Studierende der Sozialen Arbeit.

Bisher bestand für Studierende der Sozialen Arbeit, die sich an der Katholischen Stiftungsfachhochschule in Benediktbeuern einer Theologischen Zusatzausbildung unterzogen hatten, die Möglichkeit, an der PTH einen religionspädagogischen Aufbaukurs zu belegen. Nach Bestehen der Abschlußprüfung dieses Aufbaukurses konnte vom Bistum Augsburg die vorläufige kirchliche Genehmigung zur Erteilung von Religionsunterricht im Nebenamt erteilt werden.

Neu ist, daß die Benediktbeurer Studierenden jetzt einen bundesweit gültigen kirchlichen Abschluß erwerben können, der zur Erteilung von Religionsunterricht befähigt. Denn die Inhalte und Prüfungsmodalitäten des bisherigen Aufbaukurses werden an diejenigen des von der Würzburger Domschule getragenen theologischen Fernkurses angeglichen, der wiederum von der Deutschen Bischofskonferenz anerkannt ist.

Damit besteht für die Benediktbeurer Absolventen die Möglichkeit, neben ihrer sozialpädagogischen Tätigkeit auch im Bereich des Religionsunterrichtes an Grund-, Haupt- und Sonderschulen zu arbeiten. Dies macht die Absolventen für kirchliche Arbeitgeber interessant. Denkbar wäre z. B., daß ein Mitarbeiter eines kirchlichen Jugendzentrums an einer benachbarten Schule unterrichtet oder daß ein Heimerzieher an der heimeigenen Schule tätig wird. Schließlich besteht auch die Möglichkeit zur stärkeren Vernetzung von Schulsozialarbeit, Schulseelsorge und Religionsunterricht.

>> Weitere Informationen zur ZRP an der PTH Benediktbeuern >>

>> Der Studiengang Religionspädagogik der Würzburger Domschule >>

PTH-Pressestelle / 26. Oktober 2002
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Hörerzahl im Wintersemester gestiegen

An der PTH Benediktbeuern ist die Hörerzahl gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Gab es im Wintersemester 2001/02 insgesamt 270 eingeschriebene Hörer, so sind es nun 280. Wenn man die 20 Ständigen Diakone mitrechnet, die an den Benediktbeurer Hochschulen eine Teilzeitausbildung absolvieren, erhöht sich die Zahl sogar auf 300. Im Diplomstudiengang war ein leichter Rückgang auf 134 Hörer zu verzeichnen. Dafür gab es deutliche Anstiege bei den Teilnehmern an der Theologischen Zusatzausbildung (99) und an der neuen »Zusatzqualifikation Religionspädagogik« (22). Der Rest der Hörer verteilt sich auf das Doktorats- und Lizentiatsstudium sowie auf den E-Kurs Jugendpastoral.

PTH-Pressestelle / 26. Oktober 2002
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Internationale Tagung zur salesianischen Geschichte

Öffentliche Veranstaltung am 1. November 2002

Mit den Aufgaben und Perspektiven salesianischer Geschichtsschreibung in Mittel- und Westeuropa befaßt sich eine englischsprachige Tagung, die vom 1. bis zum 3. November 2002 an der PTH Benediktbeuern stattfindet. Dazu werden rund 20 Salesianer, Don-Bosco-Schwestern und Salesianische Mitarbeiter aus 10 Ländern erwartet, unter ihnen auch P. Francesco Motto, der Direktor des Historischen Instituts der Salesianer in Rom.

Zum Programm dieser Tagung gehört eine Veranstaltung am Freitag, 1. November 2002, um 19.30 Uhr im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern, zu der die Öffentlichkeit eingeladen ist. Nach den Grußworten von Klosterdirektor P. Heiner Heim, Hochschulrektor Prof. P. Karl Bopp und P. Motto spricht Prof. P. Norbert Wolff zum Thema: Some Remarks on the Tasks and Perspectives of Salesian Historiography in Middle and Western Europe.

Damit Gäste dem Vortrag ohne Schwierigkeiten folgen können, steht der Text auch in deutscher Sprache schriftlich zur Verfügung. Im anschließenden Podiumsgespräch kommentieren Prof. P. Jacques Schepens (Leuven/Belgien, Benediktbeuern), Prof. P. Bogdan Kolar (Ljubljana/Slowenien) und Prof. Margit Eckholt (Benediktbeuern) das Gehörte aus der Sicht ihrer Länder bzw. ihrer Fachgebiete.

Hauptziel der Benediktbeurer Tagung ist es, die internationalen Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Ordensgeschichtsschreibung auszuloten und zu fördern. Viele Themen lassen sich nämlich nur durch grenzübergreifende Arbeit anfassen. Beispielsweise befinden sich die Quellen, die die im Jahre 1897 in Italien eröffnete salesianische Schule für deutsche Spätberufene betreffen, verstreut in Rom, Wien und Köln.

In den einzelnen Referaten werden außerdem wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt, die im Entstehen begriffen oder erst vor kurzem fertiggestellt worden sind. So vergleicht P. Hans-Werner Halsband (Münster), der dem Orden der Oblaten des hl. Franz von Sales angehört, in seiner Doktorarbeit die Geschichte von fünf Priesterkongregationen in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Sein »komparatistischer« Ansatz, über den er auf der Tagung sprechen wird, bietet den Vorteil, daß die eigene Gemeinschaft nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit anderen historischen Entwicklungen gesehen wird.

Schließlich ist daran gedacht, in Benediktbeuern eine mittel- und westeuropäische Sektion des Salesianischen Geschichtsvereins (Associazione Cultori di Storia Salesiana) zu gründen. Für Länder wie Spanien und Polen, in denen die Salesianer sehr stark vertreten sind, bestehen solche Sektionen bereits.

PTH-Pressestelle / 22. Oktober 2002
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Tagung der Bayerischen Benediktinerakademie in Benediktbeuern

Die Bayerische Benediktinerakademie hat sich die Bewahrung des benediktinischen Erbes zur Aufgabe gemacht und möchte sich unter verschiedenen Gesichtspunkten auf wissenschaftlichem Niveau mit diesem Erbe befassen. Ordentliche Mitglieder der Akademie können nur Angehörige des Benediktinerordens werden; die außerordentliche Mitgliedschaft steht auch anderen Personen offen, die sich um die Behandlung benediktinischer Themen verdient gemacht haben. Zur letztgenannten Gruppe gehört seit vielen Jahren der Benediktbeurer Kirchenhistoriker P. Prof. DDr. Leo Weber SDB.

Alljährlich einmal trifft sich die Historische Sektion der Akademie an einem für die Ordensgeschichte bedeutsamen Ort. Für 2002 fiel die Wahl auf das Kloster Benediktbeuern, das vor seiner 1803 erfolgten Auflösung zu den bedeutenderen Stätten benediktinischen Wirkens in Bayern gehört hatte. Was das Thema der vom 4. bis zum 6. Oktober stattfindenden Tagung anbetraf, so lag es nahe, sich mit dem 200. Jahrestag der großen Säkularisation zu beschäftigen und außerdem das klösterliche Leben zu Ende des 18. Jahrhunderts in den Blick zu nehmen.

Rund 60 Wissenschaftler – Ordensleute und Laien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – waren der Einladung gefolgt, die P. Prof. Dr. Ulrich Faust OSB (Ottobeuren), der Dekan der Historischen Sektion, ausgesprochen hatte. Bei den Vorträgen der Tagung ging es um »Die Auseinandersetzung mit der Aufklärung in der benediktinischen Festkultur des 18. Jahrhunderts« (Stephan Römmelt, Würzburg), »Aufklärerische Gedanken in den österreichischen Stiften am Beispiel Melks« (Altabt Dr. Burkhard Ellegast OSB, Melk), »Schweizer Stimmen zur Klosterfrage im 18. Jahrhundert« (P. Dr. Joachim Salzgeber OSB, Einsiedeln) und »Die Diskussion um Klosterleben und Säkularisation in südwestdeutschen Prälatenklöstern« (Prof. Dr. Franz Quarthal, Stuttgart).

Die einzelnen Referenten machten deutlich, dass die Säkularisation von 1803 nicht aus heiterem Himmel kam, sondern aufgrund bestimmter Ereignisse des späten 18. Jahrhunderts durchaus zu erwarten stand (Auflösung des Jesuitenordens 1773, Klosteraufhebungen in Österreich unter Kaiser Joseph II., Verbote der Neuaufnahme von Novizen, staatliche Regelungen bezüglich des Alters zum Ordenseintritt usw.). Diese Ereignisse provozierten intensive Diskussionen in verschiedenen Klöstern, und sie führten auch dazu, dass die damaligen Benediktiner große Modernisierungsanstrengungen – nicht zuletzt im Bildungswesen – unternahmen.

Einen Höhepunkt der Tagung bildete das Choralamt, das unter dem Vorsitz von Abt Prof. Dr. Pius Engelbert OSB (Gerleve) am Sonntagmorgen in der Basilika gefeiert wurde. Schon zu Anfang des Gottesdienstes wies der Hauptzelebrant darauf hin, dass Benediktbeuern unter den jetzt hier wirkenden Salesianern Don Boscos eine äußerst positive Entwicklung erfahren habe. In seiner Predigt vertrat er die Ansicht, dass ein »neues monastisches Zeitalter« vonnöten sei. Wie Benedikt und seine Mönche vor rund 1.500 Jahren dafür gesorgt hätten, dass in einer sich wandelnden Welt die Werte des christlichen Altertums weitergegeben wurden, so müsse es auch Menschen geben, die dies für unsere Zeit tun könnten.

PTH-Pressestelle / 7. Oktober 2002
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Einführungswoche für die Studierenden des 1. Semesters
an der PTH und an der KSFH Benediktbeuern

In der ersten Woche des Wintersemesters 2002/03 veranstalten die beiden Benediktbeurer Hochschulen (KSFH = Katholische Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen; PTH = Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos), die beiden Studierendenvertretungen (AStA; SK) und die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) eine Einführungswoche, die den Erstsemestlern den Einstieg ins Studium erleichtern soll. Nachstehend das Programm:

Montag, 30. September 2002

19.00 Uhr KSFH Rhythmikraum Spieleabend
21.00 Uhr Benediktbeurer Moor »Sternstunde«
anschl. Cafete Gemütliches Beisammensein

Dienstag, 1. Oktober 2002

10.00 Uhr Basilika Eröffungsgottesdienst mit Prof. P. Dr. Lothar Bily und Hochschulseelsorger P. Claudius Amann
11.30 Uhr KSFH 1. Stock Die KSFH, die PTH und die Studierenden des 3.Semesters laden alle alten und neuen KomilitonInnen, ProfessorInnen, sowie alle MitarbeiterInnen der beiden Hochschulen zu einem Stehempfang ein
Mittagspause Cafete Zeit für Gespräche, Fragen, Auskünfte, Wünsche, Anregungen ... mit den Drittsemestlern
14.00 Uhr Klosterhof Klosterrallye
15.30 Uhr Cafete Nach einer anstrengenden Klosterrallye gibt es Kaffee und Kuchen!
19.00 Uhr Cafete Wetten-daß...?-Party der KHG

Mittwoch, 2. Oktober 2002

08.00 Uhr Blaue Grotte Schritt in den Tag – Morgenmeditation
anschl. Frühstück
09.00 Uhr KSFH Audimax Begrüßung und Einführung in das Studium an der KSFH durch Prof. P. Dr. Franz Schmid (Vizepräsident) und Prof. Dr. Egon Endres (Dekan der Abteilung Benediktbeuern)
10.15 Uhr KSFH Audimax Vorstellung der Arbeit der KSFH-Frauenbeauftragten Prof. Dr. Maria Kurz-Adam
10.30 Uhr KSFH Audimax Überblick über die Studienmöglichkeiten an der PTH bzw. in Zusammenarbeit mit ihr (Theologie, Doppelstudium, Philosophie, Theologische Zusatzausbildung) durch Prof. P. Dr. Karl Bopp, Prof. Dr. Clemens Schwaiger und Prof. P. Dr. Franz Schmid
12.20 Uhr Cafete Mittagessen (2,20 €)
14.00 Uhr Treffpunkt Klosterpforte Klosterführung mit P. Claudius Amann
ab 16.00 Uhr SK-Büro Infocafe für PTH-Studierende
17.45–21.00 Uhr Turnhalle Sport
20.00 Uhr Cafete Party von SK und AStA

Donnerstag, 3. Oktober 2002 (Tag der Deutschen Einheit)

09.00 Uhr Cafete Weißwurstfrühstück
10.30 Uhr ? Wanderung in der Umgebung von Benediktbeuern oder Tagestour nach München
Nähere Infos dazu im Laufe der Woche!
17.45–19.30 Uhr Turnhalle Sport
18.30 Uhr Mitbrüderkeller Begegnungsabend für PTH-Erstsemestler
20.00 Uhr Cafete Kinoabend

Freitag, 4. Oktober 2002

08.00 Uhr Blaue Grotte Laudes
anschl. Frühstück
09.00 Uhr PTH Fragen und Antworten zur Studienorganisation
           Hörsaal 1 Theologische Zusatzausbildung (TZ) mit Prof. Dr. Hans Tremmel und Studierenden
           Hörsaal 2 Theologie und Doppelstudium mit Prof. P. Dr. Karl Bopp, Prof. P. Dr. Norbert Wolff, P. Dr. Josef Knupp und Studierenden
10.00 Uhr KSFH Audimax Einführung in den Stundenplan in Kleingruppen
(auch für Studierende der PTH)
12.20 Uhr Cafete Mittagessen
13.30 Uhr KSFH Audimax Begrüßung durch Prof. Dr. Michael Pieper (Präsident der KSFH)
14.00 Uhr KSFH Audimax Es stellen sich vor:
- Allgemeiner Studentischer Ausschuß der KSFH (AStA)
- Studentischer Konvent der PTH (SK)
- Katholische Hochschulgemeinde (KHG)

Donnerstag, 17.Oktober 2002

13.00 Uhr Minimax Informationen und Fragen zum BAföG durch das Studentenwerk München

PTH-Pressestelle / 16. September 2002
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Diplomfeier am 7. August 2002

Gleich zwei ehemalige SK-Vorsitzende konnten in diesem Sommersemester ihr Studium der Katholischen Theologie an der PTH Benediktbeuern abschließen. Sebastian Bugl und Jochen Ostheimer erhielten am 7. August 2002 aus den Händen von Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp ihr Diplom. Bopp wies darauf hin, daß beide Absolventen in ihren Diplomarbeiten (Bugl über den Film »Matrix« und Ostheimer über die Theologie unter den Bedingungen der Postmoderne) gezeigt hätten, daß die Theologie eine große gesellschaftliche Relevanz besitze.

PTH-Pressestelle / 17. August 2002
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Adalbert Mayer und Josef Privoznik entpflichtet

Verdiente Lehrkräfte beenden ihre Tätigkeit an der Hochschule

Dr. iur. can. Adalbert Mayer (68), Professor für Kirchengeschichte, und P. Dr. theol. Josef Privoznik SDB (75), Dozent für Philosophie, beenden zum Ende des Sommersemesters 2002 ihre Lehrtätigkeit an der PTH Benediktbeuern.

Der aus Dinkelscherben (Lkr. Augsburg) gebürtige Augsburger Diözesanpriester Mayer (Weihejahrgang 1962) wirkte seit seiner 1974 am Kanonistischen Institut der Universität München erfolgten Promotion als Dozent und seit 1981 als Professor an der Ordenshochschule. Er bleibt weiterhin Pfarrer von Wessobrunn (Lkr. Weilheim-Schongau).

Der gebürtige Slowake P. Privoznik bleibt weiterhin der Benediktbeurer Niederlassung des Ordens der Salesianer Don Boscos zugehörig. >> Mehr zu ihm >>

PTH-Pressestelle / 10. August 2002
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Studienfahrt der PTH-Dozenten nach Eichstätt

Reflexion des Leitbildprozesses / Neue Perspektiven für Hauptstudium

Es hat an der PTH Benediktbeuern schon Tradition, daß die Professoren sich Ende Juli einige Tage Zeit nehmen, um im Rahmen einer gemeinsamen Klausurtagung einerseits die vergangenen Semester Revue passieren zu lassen, andererseits Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. In diesem Jahr fand die Tagung vom 29. bis zum 31. Juli im Eichstätter Priesterseminar statt. An den Gesprächen der Dozenten nahmen auch die Salesianerprovinziale von Süddeutschland, P. Herbert Bihlmayer, und Österreich, P. Josef Vösl, sowie der Benediktbeurer Direktor P. Heiner Heim und Hochschulseelsorger P. Claudius Amann teil.

Nachdem 2001/2002 an der Hochschule ein Leitbildprozeß durchgeführt worden war, galt es nunmehr, den Text des Leitbildes abschließend zu beraten, um ihn zu Beginn des kommenden Wintersemesters dem Senat zur Abstimmung vorlegen zu können. Insgesamt wurden an diesem Text nur einige kleinere Korrekturen vorgenommen, so daß jetzt der kirchlich-salesianische Charakter der PTH eine stärkere Betonung erfährt.

Darüber hinaus befaßten sich die Dozenten mit der Qualitätsentwicklung der Hochschule. Die Ergebnisse der im letzten Jahr eingerichteten sogenannten Qualitätszirkel wurden vorgestellt. Dabei kam zur Sprache, dass Benediktbeuern – gerade auch wegen der Möglichkeit eines Doppelstudiums – nach wie vor über eine große Anziehungskraft verfügt. Was die zweite Phase des Studiums, das Hauptstudium, anbetrifft, so sollen in größerem Maße als bisher die Schwerpunkte der Benediktbeurer PTH, nämlich Jugendpastoral und Christliche Umweltethik, zum Tragen kommen.

Außerhalb der Arbeitssitzungen fand man noch Zeit, einige bayerische Sehenswürdigkeiten in Augenschein zu nehmen. Auf der Hinfahrt nach Eichstätt standen Donauwörth und die ehemalige Zisterzienserabtei Kaisheim auf dem Programm. Die Bischofsstadt Eichstätt selbst beeindruckte durch ihr barockes Stadtbild und ihr südliches Flair sowie durch ihre Kirchen: Dom, Schutzengelkirche und St. Walburga. Auf der Rückfahrt wurde in Neuburg an der Donau sowie in Markt Indersdorf bei Dachau Station gemacht.

PTH-Pressestelle / 8. August 2002
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»Benediktbeurer Stellungnahme« zum Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung

Die Benediktbeurer Bildungs- und Jugendeinrichtungen haben anläßlich des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben und diese am 12. Juli 2002 der Öffentlichkeit präsentiert.

>> Ausführliche Informationen >>

PTH-Pressestelle / 12. Juli 2002
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»Semesterferien« an der PTH Benediktbeuern

Auch in der vorlesungsfreien Zeit tut sich etwas an der Hochschule

Anfang Juli hat an der PTH Benediktbeuern die vorlesungsfreie Zeit begonnen, die bis Ende September dauern wird. Dies bedeutet allerdings nicht, daß die Lehrenden und die Studierenden nun drei Monate lang Urlaub machen können. Den ganzen Juli hindurch finden beispielsweise Prüfungen statt. Im Anschluß daran sind die meisten Dozenten mit der Korrektur der schriftlichen Examensarbeiten beschäftigt.

Vom 29. bis zum 31. Juli begeben sich die Professoren ins Priesterseminar nach Eichstätt, wo sie im Rahmen einer Klausurtagung über das kommende Studienjahr beraten werden. Dabei wird es insbesondere um das neue Leitbild der Hochschule und dessen Umsetzung gehen.

Eine Aufgabe, die sich jedem einzelnen Hochschullehrer immer wieder neu stellt, ist die Vorbereitung der Lehrveranstaltungen für das nächste Semester. Hier gilt es vor allem, die neuerschienene Literatur zu studieren, um in den Vorlesungen und Seminaren jeweils den aktuellen Stand zu bieten. Darüber hinaus ermöglicht es die vorlesungsfreie Zeit, eigene Akzente – etwa im Hinblick auf Forschung oder Pastoral – zu setzen.

So bereitet der Philosoph Clemens Schwaiger momentan einen Vortrag über »Denkverbote und Denkfaulheit« vor, den er im Oktober auf einer internationalen Tagung zur Geschichte des 18. Jahrhunderts in Wolfenbüttel halten wird. Daneben arbeitet er an einem Editionsprojekt zur Philosophie der deutschen Aufklärung.

Der Liturgiewissenschaftler Josef Knupp führt in den Ferien eine Fortbildung für pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erzdiözese München und Freising durch. Außerdem verbringt er eine religiöse Intensivwoche mit jungen Erwachsenen in den Bergen seiner Schweizer Heimat, um hier Natur- und Glaubenserlebnis zu verbinden.

Peter Boekholt, von Haus aus Kirchenrechtler, engagiert sich ebenfalls in der praktischen Seelsorge. Bei ihm stehen Exerzitien für junge Männer, die Interesse am Priesterberuf haben, auf dem Programm. Des weiteren ist er in der Firm- und Ehevorbereitung tätig.

Der Kirchenhistoriker Norbert Wolff möchte in Trier, Koblenz und Berlin Archivstudien zum Thema »Konflikte zwischen Staat und Kirche im 19. Jahrhundert« betreiben. Eine Woche lang wird er auch eine Pilgergruppe aus seiner westfälischen Heimat in die Heilige Stadt Rom begleiten.

Vom 20. bis zum 22. September tagt in Benediktbeuern die Arbeitsgemeinschaft »Zweites Jahrhundert« der Theologischen Fakultäten Bayerns. Die Hauptlast der Organisation ruht hierbei auf den Schultern des PTH-Neutestamentlers Horacio E. Lona, der als ausgewiesener Experte für die Zeit des frühen Christentums gilt.

PTH-Pressestelle / 12. Juli 2002
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P. Josef Weber 25 Jahre Priester

P. Dr. Josef Weber SDB (53), Dozent für Christliche Spiritualität und Biblische Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos, kann am kommenden Samstag, 29. Juni 2002, auf 25 Jahre priesterlicher Tätigkeit zurückblicken.

Der aus dem oberösterreichischen Grein/Donau stammende Wissenschaftler und Seelsorger besuchte zunächst das Gymnasium der Salesianer in Unterwaltersdorf bei Wien, bevor er 1966 in das Noviziat des Ordens eintrat. Von 1971 bis 1977 studierte er Sozialpädagogik und Theologie in Benediktbeuern.

Nach seiner Priesterweihe, die er am 29. Juni 1977 in Benediktbeuern empfing, absolvierte er von 1977 bis 1981 ein Promotionsstudium an der Päpstlichen Universität der Salesianer sowie an der Gregoriana in Rom. Seitdem unterrichtet er in Benediktbeuern. Hier baute er von 1983 bis 1990 das Institut für salesianische Spiritualität auf. Seit 1993 zeichnet er für den »Aufbaukurs Religionspädagogik« für Studierende der Sozialen Arbeit und seit 2002 für die Zusatzqualifikation Religionspädagogik verantwortlich.

Es ist P. Josef Weber ein besonderes Anliegen, in der praktischen Pastoral zu wirken. Seit 1979 hat er über 120 Exerzitienkurse gehalten. Dazu kamen zahlreiche Besinnungstage und Fortbildungsveranstaltungen. Seit 1993 ist er auch in der geistlichen Begleitung der Diakone und Diakonatsbewerber der Erzdiözese München und Freising tätig. Darüber hinaus engagiert er sich in der Seelsorge der Pfarreiengemeinschaft Benediktbeuern/Bichl/Kochel.

P. Weber feiert sein Jubiläum am Samstag, 29. Juni 2002, um 11.00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Hauskapelle des Klosters Benediktbeuern, zu dem er alle Gläubigen der Umgebung, die sich ihm verbunden fühlen, sehr herzlich einlädt.

PTH-Pressestelle / 27. Juni 2002
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Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß kommt zum vorläufigen Abschluß

Ziele erreicht / Bemühungen gehen weiter


Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp

Der Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß an der PTH Benediktbeuern ist zu einem vorläufigen Abschluß gekommen. Am Donnerstag, 6. Juni 2002, stellten die einzelnen »Qualitätszirkel« die Ergebnisse ihrer Arbeit vor, und am Dienstag, 18. Juni 2002, berieten 25 Vertreter der Professoren, der Studierenden, der Verwaltung und des Trägers über die Endfassung des so genannten Hochschul-»Leitbildes«.

Den Anstoß zu diesem Prozeß hatte die PTH-Dozententagung im Juli 2001 in Nals (Südtirol) gegeben. Damals war beschlossen worden, im Studienjahr 2001/2002 nicht nur einen Text zum Selbstverständnis der Hochschule (= Leitbild) zu verfassen, sondern zugleich zielgerichtet an den Stärken und Schwächen zu arbeiten, um so das Profil der Benediktbeurer Bildungseinrichtung zu schärfen.

Die Koordination des Prozesses wurde einer »Steuerungsgruppe« übertragen, der außer dem Leiter Prof. Dr. Martin Lechner die Professoren Dr. Markus Vogt, P. Dr. Otto Wahl und P. Dr. Norbert Wolff sowie die Studierenden Angelika Gabriel und Jochen Ostheimer angehörten.

Bei der Erstellung des Leitbildes legte man Wert darauf, alle an der PTH vorhanden Gruppen einzubeziehen. Diesem Zweck diente eine »aktivierende« Befragung im Herbst 2001, bei der die Hochschulangehörigen ihre Meinung bezüglich der wichtigsten Ziele, Aufgaben und Zukunftsperspektiven, aber auch bezüglich der positiven und negativen Seiten der PTH äußern konnten. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden von der Steuerungsgruppe Anfang 2002 in den ersten Leitbildentwurf eingearbeitet. In der Folgezeit konnten alle Beteiligten ihre Änderungsvorschläge anbringen, was zu lebhaften Diskussionen in den Dozentenkonferenzen und Studierendenversammlungen führte.

Studierende bei einer Leitbild-Diskussion

Am 18. Juni galt es nun, sich gemeinsam für einen Leitbildtext zu entscheiden, der allerdings noch dem Senat der Hochschule zur Zustimmung vorgelegt werden muß. Wie Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp mitteilte, werde dies voraussichtlich in der ersten Senatssitzung des kommenden Wintersemesters geschehen.

Der Text des Leitbildes umfaßt vier Abschnitte, die mit den folgenden Überschriften versehen sind: »Geerdete Theologie«, »Pastorale Kompetenz«, »Lebendige Spiritualität«, »Persönliche Atmosphäre«. Hier werden die Ansprüche formuliert, welche die Hochschule – im Sinne einer Selbstverpflichtung – an sich selbst stellt. Und hier werden ebenfalls die Benediktbeurer Besonderheiten zur Sprache gebracht, die ein Studium an der Ordenshochschule attraktiv machen.


V.l.n.r.: Prof. Dr. Martin Lechner, P. Dr. Josef Knupp, Prof. P. Dr. Otto Wahl

So soll die hier gelehrte Theologie wissenschaftlichen Standards genügen, aber ebenso in Beziehung stehen zur Situation der Menschen, mit denen die PTH-Absolventen in Zukunft arbeiten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, daß die Jugendpastoral und ebenso die Christliche Umweltethik zu den Schwerpunkten der Hochschule gehören und daß man mit der Fachhochschule für Sozialwesen kooperiert. Benediktbeuern mit seinem Kloster und seiner aktiven Hochschulgemeinde ist überdies ein Ort, an dem nicht nur über den Glauben nachgedacht und geforscht wird, sondern an dem der Glaube auch im täglichen Leben konkret wird.

 

Auch wenn die Hochschule die Ziele erreicht hat, die sie sich für den Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß im zu Ende gehenden Studienjahr gesteckt hat, so gehen die gemeinschaftlichen Anstrengungen dennoch weiter. Einige der Qualitätszirkel werden auch in Zukunft (zum Teil in veränderter personeller Zusammensetzung) daran arbeiten, daß etwa die Lehre, die interne Kommunikation und die Präsentation der PTH beständig überprüft und optimiert werden.

PTH-Pressestelle / 21. Juni 2002
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Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß

Der Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß, der im Studienjahr 2002/2003 an der PTH Benediktbeuern läuft, kommt am Dienstag, 18. Juni 2002, zu einem gewissen Abschluß. Ab 14.00 Uhr findet nämlich im Hörsaal I der Hochschule die »Große Leitbildkonferenz« statt, zu der alle Hochschulangehörigen eingeladen sind.

Nachdem in verschiedenen Gremien intensiv über das Leitbild beraten worden ist, soll an diesem Tag ein endgültiger Text verabschiedet werden, der eine zweifache Funktion zu erfüllen hat: Nach innen soll der Text den Charakter einer Selbstverpflichtung haben und die Standards benennen, nach welchen in Benediktbeuern gelehrt und geforscht wird. Nach außen soll er zugleich für den Studienort werben und über dessen Vorzüge informieren.

Bei der ersten Lesung des Leitbilds: links P. Dr. Norbert Hofmann, rechts Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp.

PTH-Pressestelle / 13. Juni 2002
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»Für eine dienende, eine diakonische Kirche«

Rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörer hatten den Weg zum Barocksaal des Klosters Benediktbeuern gefunden, um dem Vortrag des emeritierten Tübinger Dogmatikers Prof. Dr. Peter Hünermann beizuwohnen. PTH-Rektor Prof. Dr. Karl Bopp wies in seinen Begrüßungsworten darauf hin, daß Hünermann zum einen zu den profiliertesten Theologen im deutschen Sprachraum gehöre, zum anderen auch der akademische Lehrer der jetzigen Benediktbeurer Dogmatikerin Prof. Dr. Margit Eckholt sei.

Der Referent begann mit der Feststellung, daß der mittelalterliche Theologe Thomas von Aquin den Frieden als das Ziel der Regierenden bezeichnet habe und zu dem Schluß gekommen sei, die Kirche bedürfe als sakraler Herrschaftsverband einer einheitlichen Leitung. In der Neuzeit habe sich allerdings, so Hünermann, das Verständnis von Staat und Kirche stark gewandelt. So habe das ehrenamtliche Engagement einen größeren Stellenwert bekommen, was darauf verweise, daß die Grundlagen unseres Zusammenlebens im wesentlichen von der Basis her konstitutiert seien.

Gesellschaftliche Entwicklungen, so führte Hünermann aus, brächten auch Veränderungen für die Kirche mit sich. Diese könne nicht mehr wie in früheren Zeiten Privilegien für sich beanspruchen; sie habe daher auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil Konsequenzen gezogen und für sich die Freiheit der Verkündigung gefordert. Diese Verkündigung sei nicht allein Sache des Klerus, sondern der ganzen Kirche, wie der Referent mit Beispielen aus Südamerika darlegte. Jedoch bedürfe es noch einer Umsetzung der auf dem Konzil formulierten Aussagen in neue Strukturen.

In welche Richtung es bei dieser Umsetzung gehen könnte, machte Hünermann anhand eines Beispiels aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart deutlich. Dort habe es ein interessantes Projekt zur Diakonie in der Kirche gegeben. Zwölf Diakone hätten ihre Einsatzfelder eingehend analysiert und sich dabei die Frage gestellt, wo der diakonische Auftrag der Kirche noch deutlicher erfüllt werden müsse. Bei diesem Projekt sei es vor allem darum gegangen, die Gemeinden sehend zu machen und zum Handeln zuzurüsten. Letztlich erfordere dies ein neue Profil der kirchlichen Amtsstruktur.

In der anschließenden Diskussion wurde Hünermann insbesondere auf das Stichwort »Diakonin« angesprochen, das im Verlaufe des Vortrags einige Male gefallen war. In früheren Jahrhunderten, so der Referent, habe der Diakonat der Frau unter anderem eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Sakramentenspendung gespielt. Heute gehe es darum, den Zusammenhang von Verkündigung und Dienst in der Kirche klarer zum Ausdruck zu bringen.

PTH-Pressestelle / 5. Juni 2002
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Festakt zum 70. Geburtstag von Prof. P. Dr. Otto Wahl SDB

Mit einem Festakt im Barocksal des Klosters Benediktbeuern wurde der 70. Geburtstag des Alttestamentlers und langjährigen PTH-Rektors Prof. P. Dr. Otto Wahl SDB begangen. Mehr als 100 Gäste konnte der derzeitige Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp SDB begrüßen, darunter den Innsbrucker Bischof Dr. Alois Kothgasser SDB, den in Vertretung des Augsburger Bischofs erschienenen Prälaten Prof. Dr. Georg Schmuttermayr, den süddeutschen Provinzial P. Herbert Bihlmayer SDB, den Benediktbeurer Bürgermeister Georg Rauchenberger sowie zahlreiche Vertreter von Ordenshochschulen und theologischen Fakultäten.

V.l.n.r.: Provinzial P. Herbert Bihlmayer (München), Prof. P. Dr. Otto Wahl, Bischof Dr. Alois Kothgasser (Innsbruck)

In ihren Grußworten betonten P. Bopp, P. Bihlmayer, Prälat Schmuttermayer und Bürgermeister Rauchenberger zum einen die Bedeutung der Benediktbeurer PTH, zum anderen Otto Wahls Anteil an der Entwicklung der PTH – von der Hauslehranstalt der Salesianer hin zu einer modernen Hochschule mit jugendpastoraler Ausrichtung. Der Münchener Religionspädagoge Prof. Dr. Ehrenfried Schulz, ein langjähriger wissenschaftlicher Weggefährte Otto Wahls, ging in seinem Festvortrag auf die Herausforderungen ein, die sich der Kirche in der heutigen Zeit stellen.

V.l.n.r.: Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp, Prof. P. Dr. Otto Wahl, Verlagsleiter P. Alfons Friedrich (München)

Von seiten des Studentischen Konvents wurde positiv hervorgehoben, daß Otto Wahl es verstehe, wissenschaftlichen Anspruch und Orientierung an der Situation der Studierenden zu verbinden.

Zum Abschluß des Festaktes wurde dem Jubilar eine von den Mitbrüdern und Professorenkollegen Karl Bopp, Lothar Bily und Norbert Wolff herausgegebene 400seitige Festschrift mit dem Titel »Ein Gott für die Menschen« überreicht. P. Wolff und P. Bily stellten nach einer kurzen Einführung in Otto Wahls wissenschaftliches Œuvre die insgesamt 26 Beiträge zur biblischen, historischen, systematischen und praktischen Theologie vor. Aus München war eigens P. Alfons Friedrich, der Leiter des Don Bosco Verlags, angereist, der druckfrische Exemplare der Festschrift mitgebracht hatte.

PTH-Pressestelle / 5. Juni 2002
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Sondervortrag von Prof. Hünermann (Tübingen)

Prof. Dr. Peter Hünermann, emeritierter Dogmatiker der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen, hält am Montag, 27. Mai 2002, um 19.30 Uhr im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern einen Sondervortrag zum Thema: »Für eine dienende, eine diakonische Kirche. Theologische Reflexionen zur Sozialgestalt der Kirche«. In diesem Zusammenhang wird er zunächst die Sozialgestalt der Kirche aus theologiegeschichtlicher Sicht beleuchten, um dann auf die Sendung der Kirche und die heutige Situation einzugehen. Abschließend möchte er die Vision einer diakonischen Kirche entwickeln und mögliche Wege zur Realisierung aufzeigen.

Zu diesem Vortrag sind alle Interessierten sehr herzlich eingeladen.

PTH-Pressestelle / 12. Mai 2002
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Prof. P. Dr. Otto Wahl SDB wird 70

Ohne ihn wäre Benediktbeuern nicht das, was es heute ist

Prof. P. Dr. Otto Wahl SDB, Alttestamentler und langjähriger Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern, vollendet am 16. Mai 2002 sein 70. Lebensjahr. Der in Schwäbisch-Gmünd (Baden-Württemberg, Diözese Rottenburg-Stuttgart) geborene Jubilar gehört seit 1951 dem Salesianerorden an. Nach dem Empfang der Priesterweihe im Jahre 1959 in Benediktbeuern nahm er ein bibelwissenschaftliches Promotionsstudium an der Universität Würzburg auf, das er 1965 abschließen konnte. 1975 erfolgte die Habilitation in Frankfurt-Sankt Georgen.

Seit 1965 unterrichtet Otto Wahl an der Benediktbeurer Ordenshochschule. Seiner Zielstrebigkeit und seinem Engagement ist es zu verdanken, daß diese in den letzten 35 Jahren eine bedeutsame Entwicklung erlebte: von der Theologischen Hauslehranstalt für den salesianischen Ordensnachwuchs hin zu einer Theologischen Fakultät, die auch Laien offensteht und die es in formaler und inhaltlicher Hinsicht durchaus mit den anderen Katholisch-theologischen Fakultäten in Deutschland aufnehmen kann.

Auf Otto Wahls Betreiben hin, erhielt die Hochschule 1981 die staatliche Anerkennung, 1990 das staatliche Promotionsrecht, 1992 das kirchliche Promotionsrecht und den Titel einer Theologischen Fakultät, 2000 das Habilitationsrecht.

Es war Otto Wahl stets ein besonderes Anliegen, das Profil der Hochschule im Hinblick auf die Jugendpastoral und die Christliche Umweltethik zu schärfen. Darüber hinaus setzte er sich für eine enge Kooperation zwischen der Philosophisch-Theologischen Hochschule und der Katholischen Stiftungsfachhochschule München für Sozialwesen ein. Ein Resultat dieser Bemühungen ist die bundesweit einmalige Möglichkeit, in Benediktbeuern ein »Doppelstudium« in Katholischer Theologie und Sozialer Arbeit absolvieren zu können.

Im Rahmen einer Feierstunde am Donnerstag, 16. Mai 2002, um 16.00 Uhr im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern sollen die Leistungen des Jubilars gewürdigt werden.

PTH-Pressestelle / 3. Mai 2002
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Vortrag über »Neue Religiosität«

Dr. Matthias Pöhlmann von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) in Berlin hält am Montag, 29. April 2002, im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern einen Vortrag zum Thema: Sinnsuche und Heilsversprechen. Die Kirchen und die Herausforderung durch die »Neue Religiosität«. Die Veranstaltung, zu der die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos und das Katholische Kreisbildungswerk einladen, beginnt um 20.00 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 4,– € (bzw. ermäßigt 2,50 €).

PTH-Pressestelle / 23. April 2002
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Angelus A. Häußling OSB wird 70

Prof. P. Dr. Dr. h. c. Angelus A. Häußling OSB, langjähriger Professor für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie an der PTH Benediktbeuern, vollendet am 19. April 2002 sein 70. Lebensjahr.

>> Mehr über den Jubilar >>

PTH-Pressestelle / 18. April 2002
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Neuer SK hat sich konstituiert

Nach den Neuwahlen, die zu Beginn des Sommersemesters 2002 stattfanden, hat sich nun der Studentische Konvent (SK) konstituiert und den Sprecherrat, d. h. das Leitungsgremien, das die Studierenden auch im Senat vertritt, bestimmt:

Vorsitzende Angelika Gabriel (wie bisher)
1. Stellvertreterin Barbara Flad
2. Stellvertreter Johannes Helmes

PTH-Pressestelle / 16. April 2002
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Lehrstuhl für Fundamentaltheologie besetzt

P. Dr. Lothar Bily wird Professor

P. Dr. Lothar Bily SDB (49) ist zum Professor für Fundamentaltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern ernannt worden. Der gebürtige Regensburger hatte zunächst an der Universität seiner Heimatstadt das Diplom in Katholischer Theologie erworben, bevor er 1977 in das Noviziat der Salesianer Don Boscos eintrat. Nach der ersten Ordensprofeß am 15. August 1978 wurde er nach Benediktbeuern versetzt, wo er in der Jugendbildungsstätte »Aktionszentrum« praktische Erfahrungen sammelte und außerdem an der Katholischen Stiftungsfachhochschule ein Studium der Sozialpädagogik aufnahm.

Im Anschluß an das sozialpädagogische Vordiplom wechselte Lothar Bily nach Augsburg. Dort arbeitete er im Schülerheim Don Bosco mit und bereitete seine Promotion vor. Das wissenschaftliche Spezialstudium wurde für rund ein Jahr durch die pastorale Ausbildung unterbrochen; am 1. Juli 1984 empfing P. Bily in Benediktbeuern die Priesterweihe, um sich danach weiter der Fundamentaltheologie zu widmen. Vier Jahre lang wirkte er auch als Assistent an der Universität Augsburg. Daneben war er in der Pfarr- und Hochschulseelsorge tätig.

1989 erfolgte die Promotion zum Doktor der Theologie. Für die Dissertation über die Religionssoziologie Max Webers erhielt P. Bily von der Katholisch-theologischen Fakultät Augsburg die Note »summa cum laude«. Noch 1989 nahm er seine Dozententätigkeit in Benediktbeuern auf. Zugleich versah er drei Jahre lang die Aufgaben eines Hochschulpfarrers. Darüber hinaus engagierte (und engagiert) er sich in der Erwachsenenbildung und in der beruflichen Fortbildung (letzteres hauptsächlich in Zusammenarbeit mit dem Jugendpastoralinstitut Don Bosco).

Lothar Bily ist Verfasser mehrerer wissenschaftlicher Bücher und Aufsätze, in denen er sich unter anderem mit dem Christentum unter den Bedingungen von Moderne und Postmoderne beschäftigt, wobei ihm die Ökumene ein besonderes Anliegen ist. Er hat sich mit Esoterik und mit neueren religiösen Strömungen kritisch auseinandergesetzt. In der jüngsten Zeit ist der Theologe, zu dessen Fachgebiet auch das Verhältnis des Christentums zu den anderen Religionen gehört, vor allem als Referent zum Thema »Islam« sehr gefragt.

PTH-Pressestelle / 9. April 2002
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Pascual Chávez Generaloberer der Salesianer und PTH-Großkanzler

Luc van Looy bleibt Stellvertreter

Nach gut zweimonatiger Vakanz haben die Salesianer Don Boscos wieder einen Generalobern. Am Mittwoch, 3. April 2002, wählte das in Rom tagende Generalkapitel des Ordens den Mexikaner Pascual Chávez Villanueva (54) zum Nachfolger des im Januar verstorbenen Juan Vecchi. Chávez, Salesianer seit 1964 und Priester seit 1973, leitet nun für die nächsten sechs Jahre die zweitgrößte Männerkongregation der katholischen Kirche. Für die Benediktbeurer Salesianer ist dies insofern bedeutsam, als der Generalobere zugleich auch Großkanzler der Philosophisch-Theologischen Hochschule ist. Ihm ist im übrigen das akademische Milieu nicht fremd: Nach dem Lizentiat am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom promovierte er in Bibelwissenschaft an der Universität Salamanca (Spanien). Mehrere Jahre dozierte er am theologischen Studienhaus der mexikanischen Salesianer in Guadalajara, bis er 1996 in den Obernrat des Ordens nach Rom berufen wurde.
Zum Vikar (Stellvertreter) des Generalobern wählte das Kapitel am folgenden Tag den bisherigen Stelleninhaber Luc van Looy. Der 1941 geborene Flame, Salesianer seit 1962 und Priester seit 1970, wirkte lange Jahre als Missionar in Korea, wo er von 1978 bis 1984 auch Provinzial war. Von 1984 bis 1990 gehörte er dem salesianischen Obernrat in Rom als Generalrat für die Missionen und von 1990 bis 1996 als Generalrat für die Jugendpastoral an. Das Generalkapitel des Jahres 1996 wählte ihn zum Stellvertreter von Juan Vecchi.

PTH-Pressestelle / 5. April 2002
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Heraus-Gefordert durch Fremde

Gemeinsamer Studientag der KSFH und der PTH Benediktbeuern

Am Mittwoch, dem 17. April 2002, findet der gemeinsame Studientag der beiden Benediktbeurer Hochschulen statt, zu dem alle Lehrenden und Studierenden eingeladen sind.

Das Programm:

09.30 Uhr
Barocksaal des Klosters

Begrüßung durch Rektor Prof. Dr. Karl Bopp (PTH) und Dekan Prof. Dr. Egon Endres (KSFH)

»Heraus-Gefordert durch Fremde« – Thematische Impulse in 3 Akten
Prof. Dr. Margit Eckholt / Prof. Dr. Christine Plahl

   1. Akt: Fremdes und Fremde
   2. Akt: Entdeckung und Verdeckung des Fremden
   3. Akt: Begegnung mit dem Fremden

11.15 Uhr

Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Egon Endres

12.15 Uhr
Cafeteria der KSFH

Mittagessen

13.30 Uhr
vor dem Barocksaal

Stehkaffee

14.00 – 16.00 Uhr
Seminarräume der PTH

Arbeitsgruppen

1. Prof. Dr. Miguel Rodríguez / Prof. Dr. Gianni Barbiero
»Der Fremde in den Texten des Alten und Neuen Testaments«

2. Prof. Dr. Lothar Bily / Prof. Dr. Peter Schwarzfischer
»Heimat Identität Tourismus«

3. Prof. Dr. Markus Vogt / Prof. Dr. Gerhard Vonlanthen / Prof. DDr. Peter Kuhn / Gebhard Diemer
»Strategien gegen die Eskalation von Gewalt am Beispiel des Konflikts mit islamischen Gruppen«

4. Prof. Dr. Margit Eckholt / Prof. Dr. Christine Plahl
»Fremde im Film« – Andrej Tarkowski, Nostalgia

5. Prof. Dr. Karl Bopp / Prof. Dr. Franz Ebbers
»Eigener Glaube – fremder Glaube. Religiöse Identitätsbildung im Kontext von Religionspluralismus«

6. Prof. Dr. Bernhard Stangl / Prof. Dr. Hubert Jall
»Erfahrungen aus einem Projekt mit Spätaussiedlern«

16.30 Uhr
Hauskapelle
Geistlicher Impuls
(P. Claudius Amann / Studierende)

PTH-Pressestelle / 24. März 2002
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Thomasakademie und Promotionsfeier

Die diesjährige Thomasakademie der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos, zu der rund 70 interessierte Männer und Frauen gekommen waren, stand unter dem Thema: »Spielend Glauben entwickeln«. Als Referenten konnte Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp SDB einen frischgebackenen Doktor begrüßen: Manfred Riegger, der im vergangenen Jahr seine Dissertation an der Ordenshochschule eingereicht hatte und nun von Prof. Bopp die Promotionsurkunde ausgehändigt bekam.

Der 1967 in Hechingen (Baden-Württemberg) geborene Riegger hatte zunächst in Tübingen und Berkeley (Kalifornien) Katholische Theologie studiert, bevor er 1992 nach Benediktbeuern kam, um hier die theologischen Studien abzuschließen und sich außerdem der Sozialpädagogik zu widmen. Seit einigen Jahren wirkt er als Religionslehrer an der Benediktbeurer Volksschule und gleichzeitig als Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Augsburger Religionspädagogik-Professors Dr. Fritz Weidmann, der auch Zweitkorrektor der von Prof. P. Dr. Jacques Schepens SDB betreuten Doktorarbeit war und ebenfalls an der akademischen Feier teilnahm.

Rektor Karl Bopp (links) überreicht Manfred Riegger die Promotionsurkunde.

In seinem Vortrag setzte Riegger sich mit einer Frage auseinander, die auch schon in seiner Dissertation eine zentrale Rolle gespielt hatte: Welchen Beitrag kann das Sozialtherapeutische Rollenspiel zur Förderung des Glaubens leisten? Zunächst verdeutlichte er anhand von Beispielen aus dem Oberammergauer Passionsspiel einige Grundmerkmale des »Spiels«. Schließlich entwickelte er ein Modell zur szenischen Umsetzung des Gleichnisses vom barmherzigen Vater. Mithilfe der Methode des Sozialtherapeutischen Rollespiels, so der Referent, sei es möglich, seine eigenen Lebenserfahrungen in die biblische Geschichte einzubringen und so Jesus Christus auf eine neue Weise zu begegnen.

Auf den Vortrag folgte eine kurze Diskussion. Einige der Zuhörer interessierten sich für den Zusammenhang zwischen Bibliodrama und Sozialtherapeutischem Rollenspiel. Riegger wies darauf hin, daß es sich bei letzterem um eine sanftere Methode handele. Auch die Frage der »Machbarkeit des Glaubens« wurde angesprochen. Hier bestand Einigkeit darüber, daß der Glaube letztlich ein Geschenk Gottes sei, daß aber religionspädagogische Bemühungen ihren Sinn hätten, um dieses Geschenk in der rechten Weise zur Geltung kommen zu lassen. Abschließend wurde noch übe das Verhältnis von Liturgie und Rollenspiel gesprochen – zwei Bereichen, die durchaus strukturelle Ähnlichkeiten aufweisen, auch wenn die Zielsetzungen unterschiedlich sind.

PTH-Pressestelle / 21. März 2002
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Theologiestudium beginnt mit Philosophie

Was die Erstesemestler erwartet

Wer an der PTH Benediktbeuern Katholische Theologie studiert, bekommt es in den ersten drei Semestern überwiegend mit der Philosophie zu tun. Hintergrund ist eine alte akademische Tradition, die heute weitgehend von den Theologen aufrechterhalten wird. In früheren Jahrhunderten hatten die Studierenden aller Fakultäten – etwa auch Mediziner und Juristen – zunächst ein philosophisches Grundstudium zu absolvieren, bevor sie sich ihrem eigentlichen Hauptfach widmen konnten.

Das Philosophische Institut der Benediktbeurer Ordenshochschule wird von Prof. Dr. Clemens Schwaiger (39, links im Bild) geleitet. Der aus dem Landkreis Aichach-Friedberg gebürtige Salesianer ist Fachmann für die Aufklärung, insbesondere für Immanuel Kant. Er gehört zu den Herausgebern der renommierten Reihe »Forschungen und Materialien zur deutschen Aufklärung«. Ihm steht mit dem aus der Slowakei stammenden P. Dr. Josef Privoznik ein erfahrener Dozent zur Seite, der im vergangenen Oktober seinen 75. Geburtstag feiern konnte und der nach dem laufenden Sommersemester in den Ruhestand treten wird.

Der philosophische Vorlesungsstoff ist in verschiedene Einzelfächer gegliedert. Relativ breiten Raum nimmt die Philosophiegeschichte ein; große Denker – von der griechischen Antike bis zur heutigen Zeit – kommen hier zu Wort; daneben gibt es systematische Fächer wie die Erkenntnislehre, die Ethik, die Sprachphilosophie, die Wissenschaftstheorie, die Religionsphilosophie und die Anthropologie. Auf dem Lehrplan stehen außerdem pädagogische, psychologische und soziologische Veranstaltungen, die von der KSFH angeboten werden.

Diese humanwissenschaftliche Schwerpunktsetzung ist den Benediktbeurer Salesianern deshalb besonders wichtig, weil an ihrer Hochschule zukünftige Seelsorger ausgebildet werden.

Die Philosophie wird nicht nur auf dem Wege der Vorlesung vermittelt, sondern es gibt auch Seminare, in denen die Studierenden unter Anleitung des Dozenten Referate halten und mit ihren Kommilitonen darüber diskutieren. Darüber hinaus muß eine philosophische Hausarbeit angefertigt werden, durch die der Student zeigt, daß er in der Lage ist, sich selbständig mit einem Thema – vornehmlich mit der Lehre eines einzelnen Philosophen – auseinanderzusetzen.

Da das Philosophische Institut der PTH an die römische Salesianeruniversität affiliiert ist, kann hier auch der Grad eines »Baccalaureus Philosophiae« erworben werden – ein Umstand, der die philosophischen Lehrveranstaltungen in zunehmendem Maße für Nicht-Theologen interessant macht. Denn nach bestandenem Bakkalaureat kann man das Studium der Philosophie an anderen Hochschulen (z. B. an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München) fortsetzen und mit einem Magister-Grad abschließen. Im vergangenen Wintersemester gab es neben den Theologiestudenten auch 10 Studienanfänger mit der Kombination Sozialpädagogik-Philosophie und 2 »Nur-Philosophen«.

PTH-Pressestelle / 21. März 2002
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Diplomfeier an der PTH Benediktbeuern

Drei frischgebackene Theologen konnten am Donnerstag, 14. März 2002, aus den Händen von PTH-Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp ihr Diplomzeugnis empfangen, nachdem sie im Wintersemester 2001/02 ihre Prüfungen bestanden hatten. Alle drei haben für Benediktbeuern eher untypische Studienkarrieren hinter sich.

Der Siegerländer Frank Müller hatte eine Bäckerlehre absolviert und, bevor er nach Benediktbeuern kam, schon in Bonn und Innsbruck Katholische Theologie studiert. In seiner pastoraltheologischen Diplomarbeit befasste er sich mit dem Verhältnis von Psychologie und Seelsorge.

Der Marktoberdorfer Markus Schrom hatte in Augsburg mit dem Theologiestudium begonnen, um dann nach wenigen Semester nach Benediktbeuern zu wechseln. Sein Spezialgebiet ist die Liturgiewissenschaft, und in seiner Diplomarbeit untersuchte er das zweite Hochgebet des Römischen Messbuchs.

Der Penzberger Janko Schandor hat sein ganzes Studium in Benediktbeuern absolviert, aber nicht – wie sonst meist üblich – als Doppelstudent, sondern als »Nur-Theologe«. In seiner kirchengeschichtlichen Diplomarbeit ging es um den von den jugoslawischen Kommunisten verfolgten kroatischen Kardinal Stepinac.

PTH-Pressestelle / 14. März 2002
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Thomas-Akademie an der PTH Benediktbeuern

Jeweils zu Beginn des Sommersemesters findet an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos die Thomas-Akademie statt, in deren Rahmen ein aktuelles Thema behandelt wird. In diesem Jahr ist die Akademie mit der Promotionsfeier des Religionspädagogen Dr. Manfred Riegger (Augsburg) verbunden, der sich in seiner Dissertation mit der Bedeutung des Sozialtherapeutischen Rollenspiels für religiöse Lehr- und Lernprozesse befaßt hatte. Der junge Wissenschaftler hält einen Vortrag zum Thema »Spielend Glauben entwickeln«. Zu der Veranstaltung, die am Montag, 18. März 2002, um 19.30 Uhr im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern beginnt, sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

PTH-Pressestelle / 12. März 2002
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Die PTH Benediktbeuern als salesianische Hochschule

Die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern sieht sich in der Tradition des Ordensgründers Don Giovanni Bosco (1815–1888). Dieser hatte nach seiner 1841 erfolgten Priesterweihe damit begonnen, benachteiligte Jugendliche um sich zu sammeln und ihnen ein Zuhause zu geben. Schon nach einigen Jahren wurde sein »Oratorium« auch zu einer Ausbildungsstätte für junge Menschen, die sich dem kirchlichen Dienst widmen wollten. Aus dem Kreis seiner Schüler gingen dann 1859 die ersten Salesianer hervor.

Der Orden erwarb im Jahre 1930 das ehemalige Benediktinerkloster Benediktbeuern, um hier in Zukunft dem deutschsprachigen Nachwuchs das notwendige philosophische, theologische und pädagogische Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Die Ausbildung von qualifizierten Jugendseelsorgern ist heute noch eine der wichtigsten Aufgaben der PTH. Davon zeugen unter anderem die alljährlich in der Basilika stattfindenden Priester- und Diakonenweihen.

Seit dem Zweiten Vatikanum wird in der katholischen Kirche stärker die eigenständige Rolle der Laien – auch im pastoralen Bereich – betont. Der Orden der Salesianer Don Boscos hat die Impulse des Konzils aufgegriffen und in die 1972 bzw. 1984 erneuerten Ordensregeln integriert. Das Generalkapitel des Jahres 1996 stand ausdrücklich unter dem Thema: »Salesianer und Laien: Gemeinschaft und Teilhabe im Geist und in der Sendung Don Boscos«.

Die Tatsache, daß seit den 70er Jahren neben den salesianischen Priesterkandidaten mehr und mehr Laien in Benediktbeuern studieren, wird denn auch als große Chance betrachtet. Absolventen der PTH finden sich heute in unterschiedlichen kirchlichen und gesellschaftlichen Arbeitsfeldern, insbesondere in Gemeinde, Schule und Jugendarbeit. Auf diese Weise können sie zu Multiplikatoren einer Theologie werden, die vor allem junge Menschen in den Blick nimmt.

Inhaltliche Schwerpunkte der Arbeit an der Hochschule sind die Jugendpastoral sowie die christliche Umwelt- und Sozialethik. Für die beiden Fächer gibt es mit Prof. Dr. Martin Lechner und mit Prof. Dr. Markus Vogt eigene Lehrstuhlinhaber, die als ausgewiesene Fachleute in ihrem Bereich gelten.

Während es unmittelbar einsichtig ist, daß eine salesianische Hochschule sich mit Jugendpastoral befasst, bedarf es hinsichtlich der Umwelt- und Sozialethik noch einer kurzen Erläuterung. Don Boscos Ziel war es, den ihm anvertrauten Jugendlichen in einem ganzheitlichen Sinne Lebenschancen zu eröffnen. Wer dies heute verantwortlich tun möchte, kann die Bewahrung der Schöpfung nicht außer acht lassen.

Daher kooperiert die PTH nicht nur mit den schon länger im Kloster bestehenden Einrichtungen wie KSFH, Aktionszentrum und Jugendpastoralinstitut, sondern auch mit dem Zentrum für Umwelt und Kultur, das sich sozusagen um die pädagogisch-praktische Seite der »Schöpfungstheologie« kümmert. Und schließlich gibt es an der Hochschule seit Ende 1998 die Clearingstelle Kirche und Umwelt.

PTH-Pressestelle / 17. Februar 2002
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Don-Bosco-Fest in Benediktbeuern

Zum Don-Bosco-Fest 2002 kam der Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode nach Benediktbeuern.

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PTH-Pressestelle / 17. Februar 2002
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PTH-Großkanzler verstorben

Der Generalobere der Salesianer Don Boscos, Don Juan Edmundo Vecchi, der zugleich die Aufgabe eines Großkanzlers der PTH versehen hatte, verstarb am 23. Januar 2002 im Alter von 70 Jahren in Rom.

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PTH-Pressestelle / 26. Januar 2002
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Zukunftsstandort Benediktbeuern

Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß der Philosophisch-Theologischen Hochschule

Im Studienjahr 2001/02 führt die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos, an der insgesamt 270 Studierende eingeschrieben sind, einen Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß durch. Ziel ist es, im gemeinsamen Gespräch aller beteiligten Personen (Lehrende, Studierende, Verwaltung, Träger) verbindliche Aussagen zum Selbstverständnis der Ordenshochschule zu erarbeiten.

Damit aber nicht nur Papier produziert wird, sondern die vorhandenen Potentiale möglichst optimal genutzt und ausgebaut werden, befassen sich insgesamt sechs so genannte »Qualitätszirkel« mit einzelnen Bereichen der Hochschultätigkeit (Institutsleitung, Kommunikationsqualität, Verwaltung, Lehrqualität, Aufbaukurs Religionspädagogik, Präsentationsqualität).

Ein wichtiger erster Schritt im Verlauf des Prozesses war die Durchführung einer aktivierenden Umfrage unter den Hochschulangehörigen. Dabei ging es um die Identität der Hochschule und ihre Ziele, um die Studienangebote und -bedingungen sowie um die Zukunftschancen. Die Ergebnisse der Befragung wurden am Mittwoch, 23. Januar 2002, in Gegenwart von 45 Lehrenden und Studierenden vorgestellt. Wie der Koordinator des Prozesses, der Jugendpastoraltheologe Prof. Dr. Martin Lechner, in diesem Zusammenhang betonte, sei die Resonanz insgesamt sehr positiv ausgefallen. So habe man von studentischer Seite unter anderem die Transparenz des Prozesses gelobt.

Hinsichtlich der Hochschulidentität waren für die Befragten insgesamt vier Bereiche bedeutsam: 1. der christliche Charakter sowie die Ausrichtung an der jugendpastoralen Grundoption der Salesianer Don Boscos; 2. die profunde, qualifizierte Ausbildung, in der Wert auf das Miteinander von Theologie und Humanwissenschaften gelegt wird; 3. die fachlichen und menschlichen Qualitäten der Lehrenden; 4. die strukturellen Vorzüge einer überschaubaren, nicht verbürokratisierten Einrichtung.

An Zielen wurden genannt: die Ausbildung für des Beruf des Theologen / der Theologin, wobei nach wie vor die Vermittlung solider Kenntnisse und die Befähigung zum Selbstdenken im Vordergrund stehen müßten; ein Ausbau der Forschungsschwerpunkte in Jugendpastoral und Umweltethik; eine zeitgemäße Verbindung von Wissenschaft, Glaube und seelsorglicher Praxis.

Von den Angeboten und Bedingungen wurden vor allem die verschiedenen Studienmöglichkeiten herausgestellt: Diplomstudiengang Katholische Theologie (aufgrund der Kooperation mit der Katholischen Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen auch als »Doppelstudium« Katholische Theologie / Sozialpädagogik); jugendpastorales Aufbaustudium; Lizentiat, Promotion, Habilitation (jeweils in Katholischer Theologie); Bakkalaureat in Philosophie; schließlich der Aufbaukurs zur Theologischen Zusatzausbildung für Sozialpädagogen. Außerdem fanden das einmalige Flair der barocken Klosteranlage und die große Benutzernähe der Bibliothek mit ihren 300.000 Bänden Erwähnung.

Natürlich wurden Wünsche formuliert, etwa im Bereich der Essensversorgung für Studierende oder im Bereich der besseren Ausstattung mit Medien und EDV. Weiter wurde vorgeschlagen, daß neben den Kursen zum Erlernen klassischer Sprachen (Latein, Griechisch und Hebräisch) verstärkt solche zum Erlernen moderner Sprachen angeboten werden sollten. Es zeigte sich, daß die Studierenden vor allem im Bereich der Lehre Verbesserungsmöglichkeiten sahen, während bei den Professoren strukturelle Fragen im Vordergrund standen und die Mitarbeiterinnen der Verwaltung sich in erster Linie für die Kommunikation interessierten.

Im Anschluß an die Präsentation der Umfrageergebnisse wurde in Gruppen diskutiert. Das darauffolgende Plenumgespräch brachte einige weitere Gesichtspunkte ins Spiel, die beachtet werden sollten. So dürfe die Wohnungssituation der Benediktbeurer Studierenden nicht außer Acht gelassen werden. Und außerdem seien die Berufsfelder für spätere Absolventen in die Betrachtung einzubeziehen.

Alles in allem wurde klar, daß für die Ordenshochschule mit ihrem mittlerweile recht jungen Kollegium (von 15 Professoren sind beispielsweise drei noch keine 40 Jahre alt) recht gute Zukunftschancen gesehen werden. Kirchengeschichtsprofessor P. Dr. Norbert Wolff drückte es folgendermaßen aus: »Benediktbeuern ist nicht nur ein Kloster mit einer altehrwürdigen theologisch-wissenschaftlichen Tradition, sondern aus der Sicht der Salesianer Don Boscos zugleich ein Zukunftsstandort.«

PTH-Pressestelle / 24. Januar 2002
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PTH-Jahresbericht 2001 im Erscheinen

Der Jahresbericht 2001 der PTH Benediktbeuern steht kurz vor der Fertigstellung. Einige Informationen sind bereits vorab online zu lesen.

a) Lehrende

Mit insgesamt 15 Professoren (darunter 1 Professorin) ist das PTH-Kollegium zum Jahresende 2001 größer als je zuvor. Zugleich ist das Durchschnittsalter deutlich geringer geworden. Drei der Professoren (Schwaiger, Vogt, Wolff) haben das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet, eine Professorin (Eckholt) ist knapp über 40.

b) Studierende

Die Zahl der Studierenden ist im Laufe des Jahres 2001 wieder gestiegen. Lag die Gesamtzahl der Hörer zum 31. Dezember 2000 bei 244, so waren es ein Jahr später 270. Von diesen sind:

149 für den Diplomstudiengang Katholische Theologie,
5 für das Lizentiat,
15 für die Promotion,
83 für die Theologische Zusatzausbildung für Sozialpädagogen,
9 für den Aufbaukurs zur Theologischen Zusatzausbildung,
9 für den Pastoralkurs (bzw. Sonstiges) eingeschrieben.

Die insgesamt 88 Neueinschreibungen des Wintersemesters 2001/02 (davon 75 Studienanfänger) setzen sich folgendermaßen zusammen:

16 »nur« Theologie,
2 »nur« Philosophie,
10 »Doppelstudium I« (Sozialpädagogik und Philosophie),
14 »Doppelstudium II« (Sozialpädagogik und Theologie),
3 Promotion,
39 Theologische Zusatzausbildung,
4 E-Kurs Jugendpastoral.

c) Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß

Im Studienjahr 2001/02 findet an der PTH ein Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß statt.

d) Habilitationsrecht

Nachdem die Hochschule seit Herbst 2000 über das Habilitationsrecht verfügt, gibt es seit dem April 2001 eine Habilitationsordnung.

PTH-Pressestelle / 17. Januar 2002
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