PTH Benediktbeuern – Archiv 2003

Salesianer Don Boscos

 

Professor P. DDr. Leo Weber wird 75

Professor P. DDr. Leo Weber SDB, emeritierter Kirchen- und Kunsthistoriker an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern, vollendet am 12. Dezember 2003 sein 75. Lebensjahr.

Der als sechstes von insgesamt acht Kindern in Gosheim (Lkr. Tuttlingen) geborene Theologe absolvierte nach dem Besuch der Volksschule zunächst eine Malerlehre. Wenige Monate vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der 16jährige zum Militär gerufen, um anschließend ein halbes Jahr in amerikanischer Gefangenschaft zuzubringen, für Leo Weber eine Zeit negativer Erinnerungen.

Zwei Jahre nach Ende des Krieges begab er sich nach Buxheim bei Memmingen, wo er noch einmal die Schulbank drückte. Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos unterhielt hier eine Einrichtung für Spätberufene. 1949 erfolgte der Wechsel zum Gymnasium in Benediktbeuern. Im Jahre 1951 trat Leo Weber in das salesianische Noviziat in Ensdorf in der Oberpfalz ein. Hier legte er am 15. August 1952 die ersten Gelübde ab.

Nach Benediktbeuern zurückgekehrt, bestand er 1954 die Abiturprüfung. Es folgten zwei Jahre erzieherischer Tätigkeit im Jugendwohnheim »Salesianum« in München und im Schülerwohnheim in Burghausen. 1956 konnte der inzwischen 27jährige das Studium der Theologie in Benediktbeuern aufnehmen. Am 29. Juni 1961 empfing er in der Basilika St. Benedikt die Priesterweihe.

Wiederum wurde P. Leo Weber in das »Salesianum« versetzt. Neben seinen jugendpastoralen Aufgaben konnte er sich dem kirchengeschichtlichen Promotionsstudium an der Münchener Universität bei Prof. Dr. Georg Schwaiger widmen, das er Anfang 1970 abschloß.

Seit dieser Zeit wirkte er als Dozent und – seit der staatlichen Anerkennung der Ordenhochschule im Jahre 1981 – als Professor in Benediktbeuern. 1982 erwarb er darüber hinaus einen zweiten Doktortitel im Fach Kunstgeschichte bei Prof. Dr. Norbert Lieb in München.

P. Leo Weber, der den Benediktbeurer Lehrstuhl bis zu seiner Entpflichtung im Sommer 2000 innehatte, prägte mehrere Generationen zukünftiger Priester, Pastoralreferenten und Religionslehrer. Seine Studierenden haben ihn als einen sehr kompetenten, engagierten und humorvollen Wissenschaftler kennengelernt, der sich nicht scheut, aus dem Glauben heraus zu aktuellen Themen dezidiert Stellung zu beziehen.

Forschungsschwerpunkte P. Leo Webers sind vor allem das Kloster Benediktbeuern und das Bistum Freising. Daneben hat er die schwäbische Heimat nicht vernachlässigt und sich mit dem Geburtsort Gosheim beschäftigt. In der letzten Zeit arbeitet er verstärkt im Bereich der Geschichte der bayerischen Gebirgsschützen.

Auch mit 75 Jahren hat P. Leo Weber sich noch nicht in den Ruhestand begeben. Für die Studierenden der Theologie bietet er kunsthistorische Vorlesungen und Exkursionen an. Als Klosterführer ist er nach wie vor gefragt, vor allem dann, wenn Gruppen anspruchsvolle Erläuterungen wünschen. Und die öffentlichen Vorträge, die er gelegentlich im Benediktbeurer Barocksaal hält, zählen zu den bestbesuchten Veranstaltungen im Kloster.

PTH-Pressestelle / 11. Dezember 2003
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Vierzig Jahre »Sacrosanctum Concilium«

Vortrag und Ausstellung zum Jubiläum der Liturgiekonstitution

Der große Hörsaal der PTH vermochte die rund 80 Zuhörerinnen und Zuhörer kaum zu fassen, die sich für den Vortrag von P. Dr. Josef Gregur am 4. Dezember 2003 interessierten. Neben Studierenden und Dozenten der Benediktbeurer Hochschulen waren auch zahlreiche Priester und Ordensleute aus der Umgebung erschienen. P. Gregur befaßte sich mit der Liturgiekonstitution »Sacrosanctum Concilium« des Zweiten Vatikanums, die am 4. Dezember 1963 verkündet wurde und in der Folgezeit das katholische Gottesdienstleben deutlich verändern sollte.

Aufmerksame Zuhörer: Br. Daniel Pöhnl OFM (l.)
und Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp SDB (r.)

Ursprünglich, so Gregur, sei es gar nicht geplant gewesen, die Liturgie auf dem Konzil ausdrücklich zu thematisieren. Doch da man sich lange vorher – zum Beispiel in der »Liturgischen Bewegung« Deutschlands – mit der Erneuerung des Gottesdienstes beschäftigt habe, sei es möglich gewesen, schon in der Anfangsphase des Konzils eine ausgereifte Vorlage zu präsentieren. Nun stünden die Liebe Gottes und die Erlösung des Menschen stärker im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Außerdem sei dieser – nicht nur durch die Einführung der Muttersprache – mehr als vorher zur Angelegenheit des ganzen Volkes Gottes geworden.

Der Referent verschwieg nicht, daß die Liturgiereform auch zur Zielscheibe heftiger Kritik geworden sei, und nannte in diesem Zusammenhang den Namen Lefebvre. Darüber hinaus habe der Psychologe Alfred Lorenzer von einem »Konzil der Buchhalter« gesprochen. Insgesamt beurteilte Gregur die durch »Sacrosanctum Concilium« in Gang gesetzten Veränderungen sehr positiv. Muttersprache, kollegialer Stil, Christozentrik, Aufwertung der Bibel und Gemeinschaftscharakter des Gottesdienstes seien auch für die Ökumene wichtig. Allerdings dürfe die Kunst, Gottesdienst zu feiern, nicht verlernt werden.

Im Anschluß an den Vortrag, wurde im frühbarocken Kapitelsaal des Klosters eine Dokumentation zum Jubiläum der Liturgiekonstitution eröffnet. Zusammen mit Pater Gregur hatte der Tölzer Franziskaner Daniel Pöhnl, der in Benediktbeuern Theologie studiert, interessante Ausstellungsgegenstände zum Thema zusammengetragen, darunter vorkonziliare Bücher und Dokumente aus der Konzilszeit. Die Ausstellung ist noch bis Mitte März zu sehen. Der Kapitelsaal läßt sich über die Klosterpforte und den Kreuzgang erreichen. Ein Besuch lohnt!

Bei der Ausstellungseröffnung: P. Dr. Josef
Gregur SDB (l.) und Br. Daniel Pöhnl OFM (r.)

PTH-Pressestelle / 9. Dezember 2003
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»Herausgefordert durch Fremde«

Band 20 der Benediktbeurer Hochschulschriften vorgestellt

Rechtzeitig zum Studientag der beiden Benediktbeurer Hochschulen am 3. Dezember 2003 liegt das Buch mit den wichtigsten Texten des letztjährigen Studientags vor. Unter dem Titel »Herausgefordert durch Fremde« haben die beiden Professorinnen Margit Eckholt (Dogmatikerin an der PTH) und Christine Plahl (Psychologin an der KSFH) ihre Vorträge als Band 20 der Benediktbeurer Hochschulschriften veröffentlicht.

Buchpräsentation: Prof. Dr. Margit Eckholt (l.)
und Prof. Dr. Christine Plahl (r.)

PTH-Pressestelle / 9. Dezember 2003
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»Heil und Heilung«

Gemeinsamer Studientag der Benediktbeurer Hochschulen

Am Mittwoch, 3. Dezember 2003, findet unter dem Titel »Heil und Heilung« ein gemeinsamer Studientag der Katholischen Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen und der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos statt. Ziel der interdisziplinären Veranstaltung ist es, das Thema aus der Sicht verschiedener humanwissenschaftlicher und theologischer Fächer zu beleuchten und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

Start ist um 9.30 Uhr im Barocksaal des Klosters. Nach der Begrüßung durch PTH-Rektor Professor Karl Bopp und KSFH-Dekan Professor Egon Endres halten die Professoren Ursula Mosebach (Pädagogin an der KSFH), Peter Schwarzfischer (Sozialmediziner an der KSFH), Lothar Bily (Fundamentaltheologe an der PTH) und Raimund Luschin (Moraltheologe an der PTH) einführende Statements.

Ab 13.30 Uhr werden in Arbeitskreisen Fragen wie »Heil und Heilung aus biblischer Sicht«, »Krankheit und Gesundheit«, »Unheilbar?« oder »Von der Well-ness zum Well-stress« behandelt. Die Ergebnisse der Arbeitskreise fließen ein in die Plenumsdiskussion, die um 15.30 Uhr im Barocksaal beginnt. Eine Hl. Messe um 17.45 Uhr in der Hauskapelle des Klosters, die von Studentenpfarrer Pater Josef Knupp zelebriert wird, rundet das Geschehen des Studientags ab (und nimmt das Thema »Heil und Heilung« gewissermaßen »ins Gebet«).

Schon am Vorabend, d. h. am Dienstag, 2. Dezember, wird um 19.00 Uhr im Minimax der Fachhochschule der Film »Lorenzos Öl« gezeigt, in dem es um das Schicksal eines 5jährigen Jungen und um den Kampf seiner Familie gegen die tödliche Krankheit geht.

Alle Veranstaltungen des Studientages sind auch Interessenten von außerhalb der Hochschulen zugänglich. Über das genauere Programm informieren Plakate an den Hochschulen.

Hintergrund (von Prof. Dr. Lothar Bily)

»Alles Leben ist auf der Suche nach einer besseren Welt«, so der Verhaltensforscher Konrad Lorenz. Tatsächlich gehört die Erfahrung, daß unsere Welt nicht »in Ordnung«, nicht »heil« ist, zu den ursprünglichsten des Menschen. Auf Schritt und Tritt wird er mit den verschiedensten Erscheinungsformen des Unheils konfrontiert: Krankheit, Leid, Vergänglichkeit und schließlich der Tod als letzte und endgültige Anfrage an jeden Sinn des Lebens. Alle Religionen versuchen, Antworten auf diese Erfahrungen zu geben. Daß selbst dort, wo die Deutungs- und Bindekraft der Religionen dem säkularen Selbstverständnis des modernen Menschen weichen muß, die Sehnsucht nach der besseren Welt (und dem besseren Menschen) lebendig bleibt, zeigt der florierende Markt der Heiler, Therapeuten und Sinndeuter.

PTH-Pressestelle / 26. November 2003
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Vierzig Jahre »Sacrosanctum Concilium«

Sonderveranstaltung und Ausstellung an der PTH Benediktbeuern

Vor vierzig Jahren, am 4. Dezember 1963, hat das Zweite Vatikanische Konzil die Liturgiekonstitution »Sacrosanctum Concilium« veröffentlicht und damit Bewegung in das katholische Gottesdienstleben gebracht. Die Muttersprache erhielt einen größeren Stellenwert (auf Kosten der lateinischen Sprache). Und auch die Laien wurden in der Folge intensiver in das liturgische Geschehen einbezogen – etwa als Lektoren oder Kommunionhelfer.

Aus Anlaß des Jubiläums hält P. Dr. Josef Gregur SDB am Donnerstag, 4. Dezember 2003, um 10.45 Uhr im Hörsaal 1 der PTH Benediktbeuern eine Sondervorlesung über die wesentlichen Inhalte und die Rezeption der Liturgiekonstitution. Um 11.30 Uhr wird im frühbarocken Kapitelsaal des Klosters Benediktbeuern (Zugang über Klosterpforte und Kreuzgang) eine Dokumentation zur Entstehung und Rezeption der Liturgiekonstitution eröffnet. Diese Dokumentation wurde erstellt in Zusammenarbeit von P. Gregur und dem Tölzer Franziskaner Daniel Pöhnl, der in Benediktbeuern Theologie studiert. Zur Sondervorlesung, zur Eröffnung der Dokumentation und zum anschließenden Stehempfang ergeht eine herzliche Einladung.

PTH-Pressestelle / 26. November 2003
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Prof. P. Dr. Peter Boekholt vollendete 60. Lebensjahr

P. Dr. Peter Boekholt, Professor für Kirchenrecht an der PTH Benediktbeuern, hat am 25. November 2003 sein 60. Lebensjahr vollendet. Im niederrheinischen Goch, unweit der holländischen Grenze geboren und aufgewachsen, besuchte er als Jugendlicher, der sich für einen geistlichen Beruf interessierte, die Don-Bosco-Schule in Essen/Ruhr. 1964 trat er in das salesianische Noviziat in Jünkerath/Eifel ein, wo er am 25. März 1965 die ersten Ordensgelübde ablegte. Danach sammelte er praktische Erfahrungen in der Jugendarbeit und studierte in Benediktbeuern Sozialpädagogik und Theologie.

Nach seiner Priesterweihe im Jahre 1975 wurde P. Boekholt für kurze Zeit in der Jugendbildungsstätte in Jünkerath eingesetzt, um anschließend an der Päpstlichen Universität der Salesianer in Rom ein Spezialstudium im Fach Kirchenrecht aufzunehmen. Im Zusammensein mit Studenten aus aller Herren Länder konnte er hier »Weltkirche« erleben. Für ihn waren die Jahre in Rom insofern spannend, als sich in den Jahren nach dem II. Vatikanischen Konzil das katholische Kirchenrecht in einer Umbruchsituation befand.

Aufgrund einer Arbeit über »Das Geheimnis der Eucharistie in der kirchlichen Rechtsordnung«, die er bei Professor Dr. Tarcisio Bertone (inzwischen Kardinal von Genua) einreichte, wurde P. Boekholt 1979 zum »Doctor iuris canonici« promoviert. Es folgte eine Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent an der Theologischen Fakultät Trier.

Seit 1982 verstärkt P. Boekholt das Dozententeam der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Benediktbeuern. In der Umgebung übernimmt er vielfältige Seelsorgsaufgaben, z. B. als Spiritual im Spätberufenenseminar Waldram, als Exerzitienprediger, als Geistlicher Begleiter und als gesuchter Hochzeits- und Taufpriester. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Pastoral an und mit jungen Menschen, wovon auch seine zahlreichen Publikationen im Bereich der Jugendliturgie zeugen.

PTH-Pressestelle / 26. November 2003
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25 Jahre Hochschulsekretärin

Karin Lex kann Jubiläum begehen

»Immer freundlich, immer ein Lächeln.« (Enrico, 25) »Sie steht den Studierenden im ewigen Kampf gegen die Bürokratie tapfer zur Seite.« (Johannes, 23) »Eine kompetente Beraterin in allen Studienangelegenheiten.« (Melanie, 23) – Wenn man Studenten der PTH Benediktbeuern nach der Sekretärin Karin Lex befragt, sind nur positive Stimmen zu hören.

Seit 25 Jahren steht sie im Dienst der Ordenshochschule. Die 1945 im niederschlesischen Waldenburg geborene und heute in Obersteinbach lebende Mutter zweier erwachsener Kinder (und inzwischen dreifache Großmutter) war nach Erlangung der Mittleren Reife zunächst als Bürokraft und Chefsekretärin in der Wirtschaft tätig. Es folgte eine mehrjährige »Familienphase«, bis Karin Lex im November 1978 erneut den Sprung ins Berufsleben wagte.

Für drei PTH-Rektoren hat sie inzwischen gearbeitet: Otto Wahl, Alois Kothgasser (heute Salzburger Erzbischof) und Karl Bopp.

Zudem konnte sie wichtige Stationen der Hochschulgeschichte miterleben: 1981 die staatliche Anerkennung, 1990/92 die Verleihung des Promotionsrechts, 2000 die Verleihung des Habilitationsrechts, 2001/02 den Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß. »Ich bin sehr froh, daß mir in einer Zeit, die viele Veränderungen mit sich bringt, eine so erfahrene und zuverlässige Mitarbeiterin wie Frau Lex zur Seite steht, die darüber hinaus aktiv mitdenkt,« so Rektor Karl Bopp.

Wenn im PTH-Leitbild von einer »persönlichen Atmosphäre« die Rede ist, so hängt nicht zuletzt mit Karin Lex (und ihren Kolleginnen) zusammen. Eine Umfrage im Rahmen der Leitbildentwicklung hatte seinerzeit ergeben, daß die Studierenden das Sekretariat zu den besonderen Pluspunkten der Hochschule zählten.

PTH-Pressestelle / 26. November 2003
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»Von Werte-Bastlern und Sinn-Suchern«

Das Jugendpastoralinstitut Don Bosco – Kooperationspartner der PTH – ist 25 Jahre alt. Vom 19. bis zum 21. November 2003 fand in Benediktbeuern ein hochkarätig besetztes Symposion statt.

>> Weitere Informationen >>

PTH-Pressestelle / 22. November 2003
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50.000 Besucher auf der PTH-Homepage

Am Dienstag, 18. November 2003, wurde die Homepage der PTH Benediktbeuern zum 50.000. Mal besucht. Nähere Informationen erhalten Sie, indem Sie den Zähler  anklicken.

PTH-Pressestelle / 18. November 2003
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Gebetsnacht der Hochschulgemeinde

Unter dem Titel »Wachet und betet« veranstaltet die Katholische Hochschulgemeinde Benediktbeuern vom 18. auf den 19. November 2003 (d. h. vor dem Buß- und Bettag) eine Gebetsnacht. Ort des Geschehens ist der Raum DG 2 der Katholischen Stiftungsfachhochschule (Zugang vom Innenhof des Klosters, Nordwestecke, 3. Stock). Beginn ist um 21.30 h mit einem Taizé-Gebet. Um 0.00 h folgt eine Eucharistiefeier. Ab 2.00 h werden Kreuze und Windlichter gebastelt. Um 3.00 h wird eine Meditation angeboten. Von 4.00 h an ist Zeit zum stillen Gebet. Ab 5.00 h werden Bibeltexte gelesen und Lieder gesungen. Von 6.00 h an können meditative Tänze eingeübt werden. Schließlich runden die Laudes (Morgengebet) um 7.00 h die Gebetsnacht ab. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

PTH-Pressestelle / 13. November 2003
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Institut für praktische Theologie mit Schwerpunkt Jugendpastoral ist online

Das PTH-Institut für praktische Theologie mit Schwerpunkt Jugendpastoral hat jetzt eine eigene Internetseite.
www.jugendpastoral.de

PTH-Pressestelle / 4. November 2003
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Jubiläumssitzung des Hochschul-Kuratoriums

Am Samstag, 18. Oktober 2003, tagte in Benediktbeuern zum 100. Mal das Kuratorium der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos. Dem Gremium, das eine »beratende« Funktion hat (in dem sich aber auch einige Entscheidungsträger befinden), gehören die Provinziale und Ausbildungsleiter der deutschsprachigen Ordensprovinzen sowie der süddeutsche Provinzökonom und der PTH-Rektor an. Für P. Josef Grünner, war es übrigens die erste Kuratoriumssitzung, die er als Provinial leitete.

Auf der Tagesordnung standen diesmal zunächst Finanzfragen (PTH-Haushalt, PTH-Bibliothek, Don-Bosco-Hochschulstiftung). Außerdem ging es um Personalia: So steht z. B. die Besetzung des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft an (P. Dr. Josef Gregur ist seit einigen Monaten habilitiert). Schließlich wurde über den Vorschlag des salesianischen Generalobern P. Dr. Pascual Chávez gesprochen, Benediktbeuern zu einem Studienzentrum für die Ordensregion Europa-Nord auszubauen.

PTH-Pressestelle / 30. Oktober 2003
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PTH-Hörerzahl erneut gestiegen

An der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern ist die Hörerzahl gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. Gab es im Wintersemester 2001/02 insgesamt 270 und im Wintersemester 2002/03 insgesamt 281 eingeschriebene Hörer, so sind es nun 284. Besonders erfreulich ist es aus der Sicht der Hochschulleitung, daß im Diplomstudiengang Katholische Theologie ein Anstieg von 134 auf 143 zu verzeichnen ist. Auch die Theologische Zusatzausbildung für Studierende der Sozialen Arbeit zählt in diesem Jahr mehr Hörer (Anstieg von 100 auf 111). Bei der Zusatzqualifikation Religionspädagogik war dagegen ein leichter Rückgang zu verzeichnen (von 22 auf 13). Der Rest der Hörer verteilt sich auf das Doktorats- und Lizentiatsstudium.

PTH-Pressestelle / 25. Oktober 2003
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Hochschulen auf der ConSozial vertreten

Deutschlands größte Sozialmesse mit Benediktbeurer Beteiligung

Die beiden Benediktbeurer Hochschulen, die Katholische Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen (KSFH) und die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos (PTH), werden bei der ConSozial 2003 am 22./23. Oktober auf dem Messegelände in Nürnberg vertreten sein. Die ConSozial ist die größte Fachmesse für alle Arbeitsfelder des Sozialwesens im deutschsprachigen Raum.

Professor Dr. Martin Lechner, Jugendpastoral-Theologe der PTH, nimmt an einer Podiumsdiskussion zum Tagungsthema »Zukunftsfähigkeit Sozialer Arbeit zwischen Ethik, Qualität und leeren Kassen« teil. Hier wird es vor allem um die Frage gehen, inwiefern weltanschaulich und ethisch inspirierte Qualitätsstandards in der Sozialen Arbeit angesichts der notwendigen Sparzwänge aufrechtzuerhalten sind. Die KSFH-Psychologin Professor Dr. Maria Kurz-Adam referiert zum Thema »Was tun mit den Schwierigsten? Erziehung ohne Angst der Erziehenden«. Darüber hinaus wird es einen Informationsstand geben, der die Benediktbeurer Hochschulen vorstellt.

Bei der ConSozial werden über 3.000 Sozialexperten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erwartet. Veranstalter ist das Bayerische Sozialministerium, Mitveranstalter der Landes-Caritasverband Bayern.

Weitere Informationen zur ConSozial gibt es im Internet unter www.consozial.de.

PTH-Pressestelle / 17. Oktober 2003
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PTH Benediktbeuern setzt Akzent zum Jahr der Bibel

Ringvorlesung hat auch ökumenische Dimension

Unter dem Titel »Die Bibel – Wort Gottes für das Leben?!« veranstaltet die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern im Wintersemester 2003/04 eine interdisziplinäre Ringvorlesung. Das Kollegium der Hochschule möchte damit einen Akzent zum Jahr der Bibel setzen.

An insgesamt sechs Donnerstagen befassen sich PTH-Professoren aus der Sicht ihres eigenen theologischen Faches mit der Heiligen Schrift und ihrer Bedeutung für die heutige Zeit. Dabei kommen die Neutestamentliche Wissenschaft, die Dogmatik/Spiritualität, die Moraltheologie, die Fundamentaltheologie, die Judaistik und die Pastoraltheologie zum Zuge.

Im Anschluß an die jeweilige Vorlesung besteht Gelegenheit zur Diskussion. Wie die Hochschule betont, besitzt die Ringvorlesung auch eine ökumenische Dimension. Denn zum einen spielt die Bibel ja gerade in der evangelischen Theologie eine besondere Rolle; zum anderen sind nicht nur die PTH-Studenten eingeladen, sondern alle Interessierten – egal, welcher Glaubensgemeinschaft sie angehören.

Die Termine im einzelnen
(jeweils 16.00–17.30 h im Hörsaal 1 der PTH, Zugang über die Pforte des Klosters Benediktbeuern):

Do 23.10.2003
Prof. P. Dr. Horacio E. Lona SDB
: »Die historisch-kritische Exegese – ein Weg in die Sackgasse? Problemstellungen gegenwärtiger Bibelauslegung«

Do 30.10.2003
Prof. Dr. Margit Eckholt / P. Dr. Josef Weber SDB
: »Die Bibel – Wort Gottes für uns: Einblicke in die 'bewohnbare Welt' der Bibel«

Do 06.11.2003
Prof. P. Dr. Raimund Luschin SDB
: »Der biblische Weg – Vom alttestamentlichen Ethos zur neutestamentlichen Ethik«

Do 13.11.2003
Prof. P. Dr. Lothar Bily SDB
: »Die Bücher des Allmächtigen. Bibel und Koran – Annäherung und Zusammenschau«

Do 27.11.2003
Prof. DDr. Peter Kuhn
: »Tora vom Himmel: Die Bibel des rabbinischen Judentums«

Do 11.12.2003
Prof. P. Dr. Karl Bopp SDB: »Die Bibel als kritische Norm pastoraler Praxis – aufgezeigt am Thema Barmherzigkeit«

PTH-Pressestelle / 15. Oktober 2003
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Fünf Bischöfe in der Disco
DBK-Jugendkommission tagte in Benediktbeuern

Fünf Bischöfe gehen gemeinsam in die Disco. »Wo gibt es denn so etwas?« könnte man erstaunt fragen. Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: Die geistlichen Würdenträger gehören der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz an, die Disco befindet sich in der Jugendherberge des Klosters Benediktbeuern – und außerdem fällt der Discobesuch nur sehr kurz aus, denn man möchte noch mehr vom Kloster der Salesianer Don Boscos sehen.

Der Osnabrücker Oberhirte Dr. Franz-Josef Bode war beeindruckt von der »Ganzheitlichkeit des einzigartigen Bildungszentrums Benediktbeuern«. Der »Jugendbischof« hielt sich dort am 8./9. Oktober 2003 zusammen mit seinen Kollegen sowie weiteren Jugendpastoralexperten aus Wissenschaft und Praxis auf, um über wichtige Fragen der kirchlichen Jugendarbeit zu beraten.


V.l.n.r.: Jugendherbergsleiter Br. Wolfgang Lichtenstern SDB (Benediktbeuern), Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger (München), Provinzial P. Josef Grünner SDB (München), Weihbischof Thomas Maria Renz (Rottenburg), Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück), Gemeindreferentin Monika Lazar (Halle/Saale)

Unter anderem ging es um den Weltjugendtag, der unter Beteiligung aller deutschen Diözesen im Jahre 2005 in Köln stattfinden soll. Daneben stand die Berufungspastoral auf dem Programm; schließlich werden immer wieder motivierte junge Menschen benötigt, die sich als Priester, Ordensleute, Pastoralreferenten, Sozialpädagogen oder in anderen Berufen aktiv in die Kirche einbringen.

Einen halben Tag lang nahm sich die Jugendkommission Zeit, um das Kloster Benediktbeuern mit all seinen Einrichtungen kennenzulernen. Provinzial P. Josef Grünner SDB war dazu eigens aus München angereist. Zusammen mit Klosterdirektor P. Claudius Amann SDB begrüßte er die Gäste und wünschte der Tagung einen guten Verlauf.

Die Benediktbeurer Professoren Dr. Martin Lechner (als Jugendpastoraltheologe zugleich auch Mitglied der Jugendkommission) und P. Dr. Norbert Wolff SDB hatten eine Klosterführung vorbereitet, in deren Verlauf nicht nur historische und künstlerische Aspekte zur Sprache kamen, sondern auch ein Einblick in die salesianische Arbeit mit jungen Menschen geboten wurde. Besichtigt wurden die Jugendbildungsstätte Aktionszentrum, die Don-Bosco-Jugendherberge (in deren Keller sich die besagte Disco befindet), die Katholische Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen, die Philosophisch-Theologische Hochschule, das Jugendpastoralinstitut Don Bosco und das Zentrum für Umwelt und Kultur.

Die Gespräche während des Rundgangs drehten sich hauptsächlich um das Thema »Vernetzung von Theorie und Praxis«. Einmütigkeit bestand darüber, daß das Zusammenspiel der Benediktbeurer Jugend- und Bildungseinrichtungen beispielhaft ist. Großes Interesse zeigten die Kommissionsmitglieder auch an den verschiedenen Möglichkeiten, theologische und sozialpädagogische Studien zu verbinden.

PTH-Pressestelle / 12. Oktober 2003
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Einführungswoche für die Studierenden des 1. Semesters
an der PTH und an der KSFH Benediktbeuern

In der ersten Woche des Wintersemesters 2003/04 veranstalten die beiden Benediktbeurer Hochschulen (KSFH = Katholische Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen; PTH = Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos), die beiden Studierendenvertretungen (AStA, SK) und die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) eine Einführungswoche, die den Erstsemestlern den Einstieg ins Studium erleichtern soll. Nachstehend das Programm:

Montag, 29. September 2003

19.00 Uhr KSFH Cafete Kennenlernabend

Dienstag, 30. September 2003

10.00 Uhr Basilika Eröffungsgottesdienst mit Klosterdirektor P. Claudius Amann und Hochschulseelsorger P. Dr. Josef Knupp
11.30 Uhr KSFH 1. Stock Stehempfang
14.00 Uhr Klosterhof Klosterrallye
15.30 Uhr KSFH Cafete Kaffee und Kuchen
19.00 Uhr KSFH Cafete Party von KHG und SK

Mittwoch, 1. Oktober 2003

08.00 Uhr Blaue Grotte Schritt in den Tag – Morgenmeditation
anschl. Frühstück
09.00 Uhr KSFH Audimax Begrüßung und Einführung in das Studium an der KSFH durch Prof. P. Dr. Franz Schmid (Vizepräsident) und Prof. Dr. Egon Endres (Dekan der Abteilung Benediktbeuern)
10.15 Uhr KSFH Audimax Vorstellung der Arbeit der KSFH-Frauenbeauftragten Prof. Dr. Maria Kurz-Adam
10.30 Uhr KSFH Audimax Vorstellung der Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik durch Dozent Klaus Drescher
10.45 Uhr KSFH Audimax Überblick über die Studienmöglichkeiten in Zusammenarbeit von KSFH und PTH (Theologie, Doppelstudium, Philosophie, Theologische Zusatzausbildung) durch Prof. P. Dr. Karl Bopp (Rektor der PTH), Prof. Dr. Clemens Schwaiger und Prof. Dr. Hans Tremmel
12.20 Uhr KSFH Cafete Mittagessen (2,20 €)
14.00 Uhr Treffpunkt Klosterpforte Klosterführung
15.00 Uhr Treffpunkt Klosterpforte Führung durch die PTH
organisiert vom SK
16.00 Uhr KSFH Hörsaal 3 Informationen zur Studienorganisation der Theologischen Zusatzausbildung durch Prof. Dr. Hans Tremmel und StudentInnen
17.45–19.30 Uhr Turnhalle Sport
20.00 Uhr KSFH Cafete Party des AStA

Donnerstag, 2. Oktober 2003

08.00 Uhr Blaue Grotte Laudes
anschl. Frühstück
09.00 Uhr PTH Hörsaal 2 Informationen zu Theologie und Doppelstudium
Prof. P. Dr. Karl Bopp. Prof. Dr. Clemens Schwaiger, Prof. P. Dr. Norbert Wolff, P. Dr. Josef Knupp und StudentInnen
10.00 Uhr KSFH Audimax Einführung in den Stundenplan der KSFH und der PTH in Kleingruppen
12.20 Uhr KSFH Cafete Mittagessen (2,20 €)
13.30 Uhr KSFH Audimax Begrüßung durch Prof. Dr. Michael Pieper (Präsident der KSFH München)
14.00 Uhr KSFH Audimax Es stellen sich vor:
Allgemeiner Studentischer Ausschuß der KSFH (AStA)
Studentischer Konvent der PTH (SK)
Hochschulgemeinde (KHG)
18.30 Uhr Mitbrüderkeller Begegnungsabend für PTH-Erstsemestler und Interessierte

Freitag, 3. Oktober 2003 (Tag der Deutschen Einheit)

09.00 Uhr KSFH Cafete Weißwurstfrühstück
10.30 Uhr   Wanderung mit Berggottesdienst
oder München-Fahrt
17.45–19.30 Uhr Turnhalle Sport
20.00 Uhr KSFH Cafete Kinoabend

Freitag, 24. Oktober 2003

12.00 Uhr KSFH Minimax Informationen und Fragen zum BAföG durch das Studentenwerk München

PTH-Pressestelle / 14. September 2003
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Öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Bibliothekstagung

Die Säkularisation von 1803 hatte für das kirchliche Bildungswesen – und damit auch für die kirchlichen Bibliotheken – weitreichende Folgen. Aus diesem Grund haben sich die beiden kirchlichen Bibliotheksverbände (die Arbeitsgemeinschaft Katholisch-Theologischer Bibliotheken und der Verband kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken) entschlossen, ihre diesjährige gemeinsame Tagung an einem einschlägigen »historischen Ort« abzuhalten, nämlich im Kloster Benediktbeuern.

Im Rahmen der Tagung, die vom 25. bis zum 29, August dauert und die von der PTH-Bibliothek organisiert wird, findet am Dienstag, 26. August 2003, um 19.30 Uhr im Barocksaal des Klosters eine öffentliche Veranstaltung statt. Zunächst wird Prof. P. Dr. Norbert Wolff von der PTH Benediktbeuern ein Kurzreferat über »Eine Zwischengeneration katholischer Theologen« halten. Anschließend wird Dr. Johannes Altenberend von der Universität Bielefeld über das Thema »Leander van Eß. Die Säkularisation und der Aufbau einer Privatbibliothek« sprechen. Zu dieser Abendveranstaltung ergeht eine herzliche Einladung. Der Eintritt ist frei.

PTH-Pressestelle / 21. August 2003
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Ein »Ökumenischer Kirchentag« der anderen Art

Bibliothekare aus dem deutschsprachigen Raum treffen sich in Benediktbeuern

Der Reichsdeputationshauptschluß vom 25. Februar 1803 zog nicht nur das Ende der geistlichen Staaten und der allermeisten Klöster Deutschlands nach sich. Auch für die Bibliotheksgeschichte hatte er weitreichende Folgen.

200 Jahre später treffen sich die Bibliothekarinnen und Bibliothekare der beiden kirchlichen Bibliotheksverbände des deutschsprachigen Raums, der Arbeitsgemeinschaft Katholisch-Theologischer Bibliotheken (AKThB) und des Verbandes kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken (VkwB), zu einer gemeinsamen Tagung. Stolz wird darauf verwiesen, daß man mit der ersten Zusammenkunft dieser Art im Jahre 2000 dem Ökumenischen Kirchentag schon lange voraus war.

Vom 25. bis zum 29. August 2003 soll nun das zweite gemeinsame Treffen stattfinden. Hierbei geht es um die historischen Folgen der Säkularisation, aber auch um die Möglichkeiten und den Stand der heutigen Kooperation mit dem staatlichen Bibliothekswesen.

Mit dem ehemaligen Benediktinerkloster Benediktbeuern wurde ein Veranstaltungsort gewählt, an dem die Dramatik der Säkularisation besonders greifbar wird. Galt das Kloster der bayerischen Aufhebungskommission von 1803 doch als besonderes Symbol der zu überwindenden »alten Zeit«. Die heute unter Denkmalschutz stehenden Gebäude entgingen seinerzeit nur knapp dem Schicksal der Zerstörung. Die beweglichen kulturellen Schätze – darunter die nach (Benedikt-)Beuern benannte Liederhandschrift der »Carmina Burana« – gelangten zum größten Teil in staatliche Bibliotheken, Archive und Museen.

Seit 1930 beherbergt die barocke Klosteranlage eine Philosophisch-Theologische Hochschule und weitere Bildungseinrichtungen in Trägerschaft der Salesianer Don Boscos. Diese katholische Ordensgemeinschaft wurde 1859 in Turin gegründet, zu einer Zeit, in der auch in Italien das Verhältnis zwischen Staat und Kirche aufs äußerste gespannt war.

Im Mittelpunkt der Tagung mit dem Titel »Konflikt und Kooperation. Bibliotheken in Kirche und Staat« sollen nicht die Spannungen zwischen den Institutionen stehen. Vielmehr werden die Auswirkungen der Ereignisse auf das einzelne Buch, die Büchersammlungen und die heutigen Möglichkeiten der kooperativen Literaturvermittlung erörtert.

Dabei wird der binnenkirchliche Raum bewußt überschritten. Die Tagung wurde in Deutschland, der Schweiz und Österreich als allgemeine Fortbildungsveranstaltung ausgeschrieben. Unter anderem hat sich der Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, Dr. Hermann Leskien, angesagt, der auch den Eröffnungsvortrag hält.

Außerdem geht es um konkrete Beispiele von bibliothekarischem Säkularisationsgut: die Buchbestände bei der Säkularisation im Fürstbistum Eichstätt, der Weg der einzig erhalten gebliebenen Ausgabe der ersten englischen Übersetzung des Neuen Testaments durch die kirchlichen und staatlichen Bibliotheken, die Sicht der evangelischen Kirchen auf die Säkularisation, die Aufhebung eines schweizerischen Zisterzienserklosters in den Jahren 1848/1849 und den Aufbau sowie die Zerstreuung einer Privatbibliothek eines ehemaligen Mönchs aus säkularisierten Bibliotheksbeständen.

Die Themen der Gegenwart werden dagegen ganz von den Möglichkeiten digitalisierter Informationen beherrscht: vom Datenaustausch unter den Bibliotheken, vom Angebot und der Nutzung elektronischer Zeitschriften und der geplanten Internetpräsenz in einem ökumenisch verantworteten »Virtuellen Katalog Theologie und Kirche«.

Die Zusammenarbeit auf bibliothekarischem Gebiet ist für die beiden Verbände schon lange selbstverständlich. »Derartige Kooperationen«, meint Philipp Gahn, der Leiter der Benediktbeurer Bibliothek und Organisator der Tagung, »hängen ja – Gott sei Dank! – nicht von der gemeinsamen Feier des Abendmahls ab.«

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PTH-Pressestelle / 17. August 2003
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Diplom- und Lizentiatsfeier an der PTH

Insgesamt acht Frauen und Männer konnten im Sommersemester 2003 ihr Studium der Katholischen Theologie an der PTH Benediktbeuern mit Erfolg abschließen, sechs von ihnen mit dem Diplom und zwei mit dem Lizentiat (im Bild v.l.n.r.: Joseph Yaw Opoku, Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp SDB, Ruslan Berevych SDB, Evija Ulmane, Viktor Haidukevich SDB, Anita Ramoser, Markus Horak, Miriam Blümel-Bajorat, Christoph Wieselhuber OSB).

Am Freitag, 1. August 2003, überreichte Rektor Professor Pater Dr. Karl Bopp die Zeugnisse. Zunächst wurde in der Hauskapelle des Klosters die Messe gefeiert. Pater Bopp stellte in seiner Predigt die Frage: »Wozu braucht es heute Theologen?« Diese Frage beantwortete er mit den Worten des Tagesevangeliums. Theologen sollten »Salz der Erde« und »Licht der Welt« sein. Außerdem sollten sie die Katholizität der Kirche repräsentieren. Dabei sei zu beachten, daß »katholisch« vom Wortsinn her »umfassend« bedeute. Es komme also darauf an, die Weite und die Freiheit des Christentums zu realisieren, insbesondere durch die Nächstenliebe.

Im Anschluß an den Gottesdienst wurden die Zeugnisse überreicht und zugleich die Themen der Prüfungsarbeiten vorgestellt. Markus Horak (25) aus Erlangen befaßte sich in seiner Diplomarbeit mit der Rolle der Weisheit im Alten Testament. Anita Ramoser (24) aus dem niederbayerischen Gangkofen untersuchte das Kirchenbild des Naziopfers Alfred Delp SJ. Der ukrainische Salesianer Ruslan Berevych (26) schrieb über die Gottesbeweise bei Thomas von Aquin. Der weißrussische Salesianer Viktor Haidukevich (25) verglich in seiner Diplomarbeit die Verträge der katholischen Kirche mit verschiedenen Staaten des ehemaligen Ostblocks. Miriam Blümel-Bajorat (49) aus Augsburg ging der Frage nach, inwieweit ignatianische Exerzitien als Hilfe zur Neuorientierung für Menschen in der Lebensmitte dienen könnten. Der aus Gießen stammende und zur niederbayerischen Abtei Rohr gehörige Benediktiner Christoph Wieselhuber (27) beschäftigte sich mit der Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils für die deutschen Benediktiner.

Die Lizentiatsarbeit der Lettin Evija Ulmane (29) trug den Titel: »Pastorale Trauerbegleitung im jungen Erwachsenenalter«. Der aus Ghana kommende Priester Joseph Yaw Opoku (45) entwickelte in seiner Diplomarbeit ein Jugendpastoralkonzept für seine Heimatdiözese Jasikan.

Was die Zukunftspläne der frischgebackenen Theologen anbetrifft, läßt sich sagen, dass die eine Hälfte der Absolventen in die pastorale Praxis geht (Anita Ramoser als Pastoralreferentin in die Diözese Regensburg; Ruslan Berevych in die Jugendbildungsstätte der Salesianer im oberpfälzischen Ensdorf; Miriam Blümel-Bajorat in die Herzogsägmühle; Joseph Yaw Opoku für voraussichtlich ein Jahr als Kaplan in die Erzdiözese München), während die andere Hälfte weiter studieren möchte (Markus Horak beendet im kommenden Jahr sein Sozialpädagogik-Studium an der KSFH, Evija Ulmane und Viktor Haidukevich absolvieren ein Aufbaustudium des Kirchenrechts in München, Christoph Wieselhuber nimmt ein ergänzendes Studium der Schulmusik in Regensburg auf, um künftig als Lehrer an der Rohrer Klosterschule zu wirken).

Im Namen der Kommilitonen sprach Markus Horak ein Dankeswort. Dabei griff er den Untertitel des PTH-Leitbildes auf: »Geerdete Theologie – Pastorale Kompetenz – Lebendige Spiritualität – Persönliche Atmosphäre«. Alle vier Punkte seien in Benediktbeuern zum Tragen gekommen, so Horak, was für die Qualität der Ausbildung an der Ordenshochschule spreche.

PTH-Pressestelle / 7. August 2003
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donbosco.at wirbt für ein Studium an der PTH Benediktbeuern

Auf den Internetseiten der Don-Bosco-Familie Österreich www.donbosco.at wird unter dem Titel »Don Bosco Hochschule in Benediktbeuern: Studieren zwischen Barock und Moderne« für ein Studium an der PTH Benediktbeuern geworben.

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PTH-Pressestelle / 6. August 2003
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Der doppelte Stellvertreter

Prof. P. Dr. Lothar Bily (50) wird Prorektor und Vikar

»Ich möchte mithelfen, die vielfältigen Aktivitäten des Klosters Benediktbeuern im Dienst an den Menschen zu fördern. Ein besonderes Anliegen ist mir dabei der Bildungsbereich.« P. Dr. Lothar Bily, seit dem vergangenen Sommer Professor für Fundamentaltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule, übernimmt zum 15. August 2003 gleich zwei Stellvertreterposten im Kloster Benediktbeuern.

Zum einen wird er Prorektor der PTH und löst somit Prof. P. Dr. Horacio Lona ab, der seit Sommer 2000 dem PTH-Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp zur Seite stand. Dieses Amt bringt die Mitarbeit in verschiedenen Gremien mit sich, etwa im Senat der Hochschule, dem P. Bily bereits als gewählter Professorenvertreter angehörte. Was die PTH anbetrifft, so möchte der neue Prorektor vor allem in der Hochschulentwicklung Akzente setzen.

Zum anderen wird Lothar Bily Vikar des Direktors P. Claudius Amann. Dieses Amt hatte bisher der neuernannte Hochschulseelsorger P. Dr. Josef Knupp bekleidet. Als Vikar hat P. Bily den Klosterdirektor in der Leitung der Mitbrüdergemeinschaft zu unterstützen. Dazu gehört die Vertretung im Fall der Abwesenheit (z. B. wenn P. Amann im Auftrag der Ordensprovinz oder des Bistums unterwegs ist) und ebenso die Mitarbeit im Hausobernrat, der über finanzielle Fragen und über andere wichtige Angelegenheiten des Klosterlebens zu entscheiden hat.

Lothar Bily ist den übrigen Einrichtungen im Kloster eng verbunden. An der KSFH war er vor über 20 Jahren einmal Studentensprecher. Im Aktionszentrum absolvierte er ein pädagogisches Praktikum. Drei Jahre lang war er als Hochschulseelsorger tätig. Außerdem engagiert er sich in der Bildungsarbeit des Jugendpastoralinstituts.

Der gebürtige Regensburger, der seit 1978 dem Salesianerorden angehört, 1984 in Benediktbeuern zum Priester geweiht wurde und anschließend an der Universität Augsburg promovierte, befaßt sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit vorrangig mit dem Christentum unter den Bedingungen von Moderne und Postmoderne. In jüngster Zeit wird er häufig als Referent zum Thema »Islam« angefragt.

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PTH-Pressestelle / 20. Juli 2003
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PTH beteiligt sich an Diözesanjugendfestival

Spirit-Drinks & Theo-Talks im Konventbau

Vom 18. bis zum 20. Juli 2003 kommen mehr als 1.000 Jugendliche aus der ganzen Diözese Augsburg zum Jugendfestival in Benediktbeuern zusammen. Auch die PTH Benediktbeuern beteiligt sich an der Programmgestaltung. Am Samstag, 19. Juli 2003, ist von 10 bis 16 Uhr die »Theologenlounge« im 1. Stock des Kloster-Konventbaus geöffnet. Hier besteht die Möglichkeit, mit Professoren der Hochschule ins Gespräch zu kommen.

Geboten werden kleine Erfrischungen wie Clergy-Drink, Mystery-Drink, Trinity-Drink, Vaticano-Drink, Dogmen-Nuts, Philosophy-Crackers, History-Sweets, Pastoral-Chips und Theo-Lollies (alles übrigens alkoholfrei).

 

Zu (fast) jeder vollen Stunde gibt es außerdem einen kurzen Impuls:

  • 10 Uhr Jugend und Schöpfung
    Prof. Markus Vogt / Prof. Karl Bopp
  • 11 Uhr Jugend und Kirche
    Prof. Martin Lechner
  • 12 Uhr Jugend und Religion
    Prof. Lothar Bily
  • 13 Uhr Jugend und Schöpfung
    Prof. Markus Vogt / Prof. Karl Bopp
  • 14 Uhr Jugend und Kirche
    Prof. Martin Lechner
  • 15 Uhr Jugend und Religion
    Prof. Lothar Bily

PTH-Pressestelle / 19. Juli 2003
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»Von Werte-Bastlern und Sinn-Suchern«

Das Benediktbeurer Jugendpastoralinstitut Don Bosco (JPI), das sich besonders der Integration von Theorie und Praxis in der kirchlichen Jugendhilfe widmet, wird 25 Jahre alt. Dies ist zweifellos ein Grund zum Feiern. Ebenso ist dies aber auch ein Grund, die Situation junger Menschen in der Gesellschaft und in der Kirche von heute eingehend zu analysieren.

Daher steht das 7. Symposium Jugendpastoral, das vom 19. bis zum 21. November 2003 in Benediktbeuern stattfindet, unter dem Thema: »Von Werte-Bastlern und Sinn-Suchern«. Für dieses Symposium, das sich an (männliche und weibliche) Erzieher, Sozialpädagogen, Pädagogen und Theologen, die in Jugendhilfe und Schule tätig sind, sowie an Trägervertreter richtet, konnten hochrangige Referenten gewonnen werden.

Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite des JPIs:

www.jugendpastoralinstitut.de

PTH-Pressestelle / 11. Juli 2003
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Neuer Seelsorger für die Benediktbeurer Hochschulen

P. Dr. Josef Knupp (48) wurde 1984 vom Papst zum Priester geweiht

Das Rätselraten um den neuen Benediktbeurer Hochschulseelsorger hat ein Ende. Beim Semesterabschlußgottesdienst der Philosophisch-Theologischen Hochschule gab Klosterdirektor P. Heiner Heim bekannt, daß P. Dr. Josef Knupp (48) die Nachfolge von P. Claudius Amann (46) antreten werde. Die Neubesetzung der Stelle ist notwendig, weil P. Amann ab dem 15. August 2003 als Direktor die Geschicke der salesianischen Mitbrüdergemeinschaft im Kloster leitet.

Der aus dem Schweizer Kanton Luzern stammende Liturgiewissenschaftler Josef Knupp lernte den Salesianerorden als Schüler im Studienheim Don Bosco in Beromünster kennen. 1975 trat er in das Noviziat in Jünkerath/Eifel ein und legte am 15. August 1976 die ersten Gelübde ab.

Es folgte ein Praktikum in Beromünster. Von 1977 bis 1984 dauerte das Studium der Katholischen Theologie und der Sozialpädagogik in Benediktbeuern – unterbrochen durch ein weiteres einjähriges Praktikum im Jugendwohnheim Salesianum in München. Die Priesterweihe empfing Josef Knupp am 17. Juni 1984 in Sitten im Kanton Wallis. Weihespender war niemand Geringerer als Papst Johannes Paul II., der seinerzeit zu einem Pastoralbesuch in der Schweiz weilte.

Jugendpastorale Erfahrung konnte P. Knupp von 1984 bis 1985 als Erzieher und Pastoralleiter im Bamberger Josefsheim und von 1985 bis 1986 als Bildungsreferent im Benediktbeurer Aktionszentrum sammeln. Im Anschluß daran arbeitete er an seiner liturgiewissenschaftlichen Dissertation, die er 1993 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität München einreichte. In dem fast 400seitigen Werk über Das Mystagogieverständnis des Johannes Chrysostomus befaßte er sich mit der Frage, wie erwachsene Neugetaufte am besten in das Leben der christlichen Gemeinde hineinwachsen.

Ab 1981 war P. Knupp Mitarbeiter am Jugendpastoralinstitut Don Bosco Benediktbeuern und von 1987 bis 2000 auch Referent. Von 1987 bis 1996 war er Lehrbeauftragter für Jugendpastoral an der Katholischen Universität Eichstätt im Bereich Religionspädagogik / Kirchliche Bildungsarbeit; denselben Lehrauftrag nahm er von 1992 bis 1996 auch an der Abteilung München der Katholischen Universität Eichstätt wahr.

Seit 1994 ist er als Dozent an der PTH und der KSFH Benediktbeuern tätig. Zu den Aufgaben, die er auch in Zukunft beibehalten wird, gehört die Leitung des Praktikantenamtes der PTH. Außerdem wird er sich um den Aufbau einer »Fachstelle für Kinder- und Jugendliturgie« kümmern. Die Aufgabe eines Vikars (d. h. stellvertretenden Direktors) der Benediktbeurer Salesianergemeinschaft wird er allerdings abgeben.

Als Hochschulseelsorger wird P. Knupp ein wichtiges Augenmerk auf die Liturgie richten. Damit allein ist es für ihn jedoch nicht getan: »Seelsorge ist mehr als nur die Feier des Gottesdienstes. Letztlich kommt es darauf an, Glauben und Leben in Einklang zu bringen.« Josef Knupp möchte für die Studierenden wie auch für alle anderen Hochschulangehörigen ein Ansprechpartner in ihrer jeweiligen Situation sein. Und sicherlich wird er neue Programmpunkte in das Leben der Gemeinde einbringen. Der passionierte Bergsteiger fuhr nämlich in der Vergangenheit häufig mit Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die Schweizer Berge.

PTH-Pressestelle / 2. Juli 2003
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»Studieren zwischen Barock und Moderne«

PTH Benediktbeuern stellt Leitbild vor

Leitbilder haben derzeit Hochkonjunktur. Auch die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern hat soeben ihr Leitbild vorgestellt. Der Titel lautet: »Studieren zwischen Barock und Moderne«. Folgt die Ordenshochschule damit bloß einem Modetrend, oder steckt mehr dahinter?

»Es geht darum, die Hochschule zukunftsfähig zu machen und ihr Profil in den Bereichen Jugendpastoral und Christliche Umweltethik zu schärfen«, so Rektor Prof. Karl Bopp. Prof. Martin Lechner, Beauftragter für den Leitbild- und Qualitätsentwicklungsprozeß der Hochschule, präzisiert: »Außerdem möchten wir nicht nur Papier produzieren, sondern konkrete Veränderungen in Gang setzen, die die PTH für die Studierenden attraktiver machen.« Prof. Norbert Wolff, Leiter der Hochschulpressestelle, fügt hinzu: »Aufgrund des Wandels, der sich derzeit bei uns ereignet, ist es wichtig, unser Selbstverständnis neu zu formulieren. Denn die Zahl der 'Laientheologen' nimmt zu – im Professorenkollegium wie in der Studentenschaft.«

Der Text des Leitbildes umfaßt vier Abschnitte, die mit folgenden Überschriften versehen sind: »Geerdete Theologie«, »Pastorale Kompetenz«, »Lebendige Spiritualität«, »Persönliche Atmosphäre«. Hier werden die Ansprüche benannt, welche die Hochschule – im Sinne einer Selbstverpflichtung – an sich selbst stellt. Und hier werden einige Benediktbeurer Besonderheiten zur Sprache gebracht.

So soll die an der PTH gelehrte Theologie wissenschaftlichen Standards genügen, aber ebenso in Beziehung stehen zur Situation der Menschen, mit denen die Absolventen in Zukunft arbeiten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, daß Jugendpastoral und Christliche Umweltethik zu den Schwerpunkten der Hochschule gehören und daß man mit der Katholischen Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen kooperiert. Benediktbeuern mit seinem Kloster und seiner aktiven Hochschulgemeinde ist überdies ein Ort, an dem nicht nur über den Glauben nachgedacht und geforscht wird, sondern an dem der Glaube auch im täglichen Leben konkret wird.

»Studieren zwischen Barock und Moderne«: Der – von einer Studentin vorgeschlagene – Titel des Hochschul-Leitbildes bringt zum Ausdruck, daß die PTH Benediktbeuern sich in einem barocken Ambiente befindet. Zugleich sind es aber moderne Menschen, die hier – mit modernen Mitteln – lehren und studieren und die ihre Fähigkeiten in das 21. Jahrhundert einbringen möchten.

Das Leitbild der PTH ist im Internet zu finden:
Leitbild.

Gedruckte Exemplare können über das Sekretariat der Hochschule bezogen werden:
PTH Benediktbeuern, Don-Bosco-Straße 1, 83671 Benediktbeuern

PTH-Pressestelle / 25. Juni 2003
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Semesterabschlußfest am 27. Juni 2003

Der letzte Vorlesungstag des Sommersemesters ist an der PTH Benediktbeuern traditionell der Tag des Semesterabschlußfestes. Am 27. Juni 2003 (Herz-Jesu-Fest) findet in der Hauskapelle des Klosters um 17.45 Uhr eine Eucharistiefeier statt. Anschließend wird unter den Südarkaden weitergefeiert (mit Würsten vom Grill und Bier vom Faß). Alle Hochschulangehörigen sind herzlich dazu eingeladen.

PTH-Pressestelle / 19. Juni 2003
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Ehemaligentreffen war ein Erfolg

Insgesamt 120 Personen kamen zum Treffen der ehemaligen Studierenden und Mitarbeiter der Benediktbeurer Jugend- und Bildungseinrichtungen.

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PTH-Pressestelle / 5. Juni 2003
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Die Botschaft muss »rüberkommen«

Hochschuldidaktische Weiterbildung für Nachwuchstheologen in Benediktbeuern

Es kommt beim Studium der Katholischen Theologie nicht nur auf die richtigen Inhalte an. Mindest genauso wichtig ist es, daß die Botschaft »rüberkommt« und die Studierenden erreicht. Aus diesem Grund initiierten der Katholisch-Theologische Fakultätentag und die Abteilung Glaube und Bildung im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz vor vier Jahren eine Hochschuldidaktische Weiterbildung für Habilitierende und Promovierende der Katholischen Theologie aus ganz Deutschland.

Als Ort für die Weiterbildung wurde das Kloster Benediktbeuern ausgewählt. Das barocke Ambiente, die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos und die Jugendbildungsstätte »Aktionszentrum« bilden – so die einhellige Meinung der Verantwortlichen – einen geeigneten Rahmen, um sich mit der Vermittlung von Theologie zu beschäftigen.

Im Wintersemester 2003/2004 findet die Hochschuldidaktische Weiterbildung zum dritten Mal statt. Die Leitung haben – wie schon 1999/2000 und 2001/2002 – der Tübinger Dogmatiker Prof. Dr. Bernd Jochen Hilberath und der Dortmunder Hochschuldidaktiker Prof. Dr. Johannes Wildt.

Vom 9. bis zum 13. September 2003 sowie vom 25. bis zum 29. Februar 2004 kommen Nachwuchstheologinnen und -theologen, die Interesse an einer akademischen Laufbahn haben, zu Werkstattseminaren in Benediktbeuern zusammen. In der dazwischenliegenden Vorlesungszeit sammeln sie an ihren Heimathochschulen praktische Lehrerfahrungen. Dabei erhalten sie Unterstützung durch Supervision und kollegiale Beratung.

Anmeldeschluß für die Hochschuldidaktische Weiterbildung Katholische Theologie 2003/2004 ist der 1. Juli 2003. Nähere Informationen (incl. Broschüre und Anmeldeformular zum Herunterladen) gibt es auf einer eigenen Internetseite:

http://www.kloster-benediktbeuern.de/hdw.htm

PTH-Pressestelle / 30. Mai 2003
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Besuch des Generalobern

»Benediktbeuern hat für den Orden internationale Bedeutung«

P. Dr. Pascual Chávez, Generaloberer der Salesianer Don Boscos und Großkanzler der PTH Benediktbeuern, stattete dem Kloster und der Ordenshochschule am 17. Mai 2003 einen Besuch ab. Dabei betonte er insbesondere die internationale Bedeutung der PTH.

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PTH-Pressestelle / 18. Mai 2003
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»Freiheit der Person – Freiheit der Institution«

Karl Gabriel über den heutigen Standort von Religion, Glaube und Kirche

»Wo es der Kirche mehr um die Freiheit der Person als um die Freiheit der Institution geht, dort hat sie auch in Zukunft gute Chancen.« Zu diesem Schluß kam der Münsteraner Sozialethiker und Religionssoziologe Prof. DDr. Karl Gabriel in seinem Sondervortrag, den er am Samstag, 10. Mai 2003, vor etwa 70 Zuhörern im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern hielt. Auf Einladung der Philosophisch-Theologischen Hochschule befaßte er sich mit dem Thema: »200 Jahre nach der Säkularisation: Wo stehen Religion, Glaube und Kirche heute?«

Der Referent begann mit der Feststellung, daß ein Spannungsverhältnis zwischen der modernen Gesellschaft und der Religion bestehe. Dieses Verhältnis sei jedoch differenziert zu betrachten, denn auf der einen Seite finde derzeit zweifellos ein Rückgang von Religiosität statt, der mit einer nachlassenden Bindung an die Institution Kirche und einer geringer werdenden kultischen Praxis (z. B. im Bereich des Gottesdienstbesuchs) einhergehe. Auf der anderen Seite gebe es aber auch eine »relative Stabilität der Inanspruchnahme der Kirchen an Lebenswenden«, so etwa bei Taufe, Kommunion, Hochzeit und Beerdigung. Und außerdem könne man deutliche Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland beobachten.


Prof. DDr. Karl Gabriel

Die kirchlich verfaßte Religiosität, so Gabriel weiter, verfüge heutzutage nicht mehr über die Monopolstellung früherer Zeiten. Damit verbunden sei ein gesellschaftlicher Funktions- und Bedeutungsverlust, der wiederum Chancen mit sich bringe. In der Öffentlichkeit gebe es eine »neue Sichtbarkeit der Religion«; gerade die mit der Religion verbundenen Konfliktthemen (z. B. der 11. September oder das Tragen von Kopftüchern) spielten in den Medien eine immer größere Rolle. Und in vielen Ländern seien die Kirchen in öffentliche Konsultationsprozesse eingebunden.

Gabriel vertrat die Auffassung, daß eine »Inkulturation in die moderne Freiheitskultur« notwendig sei. Dabei dürften die Kirchen sich nicht mehr als »staatsanaloge Anstalten« verstehen. Gefragt sei heute vor allem ihr Eintreten für Freiheit und Solidarität. Es komme entscheidend darauf an, »denen eine Stimme zu verleihen, die aus der Globalisierung ausgeschlossen sind.«

Nach dem Vortrag gaben die Benediktbeurer Professoren P. Dr. Lothar Bily (Fundamentaltheologe), Dr. Markus Vogt (Umwelt- und Sozialethiker, auf dem Foto rechts) und P. Dr. Norbert Wolff (Kirchenhistoriker) kurze Statements aus der Sicht ihrer Fächer ab. Im Anschluß daran konnten die Zuhörer Fragen stellen. Auf die – derzeit politisch sehr aktuelle – Frage, ob er für eine Aufnahme des Gottesbezugs in die Europäische Verfassung plädiere, antwortete Gabriel, daß er dies grundsätzlich für richtig halte. Allerdings müsse die Aufnahme des Gottesbezugs plausibel gemacht werden und sollte nicht gegen große Widerstände durchgesetzt werden, da sonst unnötiges Konfliktpotential entstehen könnte.


Prof. DDr. Karl Gabriel und Prof. Dr. Markus Vogt

PTH-Pressestelle / 13. Mai 2003
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»Die Weiblichkeit Gottes in der jüdischen Mystik und im Christentum«

Sondervorlesung von Prof. Dr. Peter Schäfer (Berlin / Princeton)

Wiederum ist der PTH Benediktbeuern gelungen, einen international bekannten Wissenschaftler für eine Sondervorlesung zu gewinnen. Der an der Freien Universität Berlin und an der Princeton University lehrende Judaist Prof. Dr. Peter Schäfer spricht am Dienstag, 13. Mai 2003, um 10.30 Uhr im Hörsaal 1 der Ordenshochschule über: »Die Weiblichkeit Gottes in der jüdischen Mystik und im Christentum«.

Schäfer, der aus dem nordrhein-westfälischen Hückeswagen stammt, hat sich nach einem Studium der Judaistik, Semitistik, Philosophie und Theologie 1973 an der Universität Frankfurt/Main habilititiert. Seit 1983 ist er ordentlicher Professor für Judaistik in Berlin; seit 1998 bekleidet er außerdem eine Professur im amerikanischen Princeton. Für sein Forschungen ist er mehrfach ausgezeichnet worden: 1993 beispielsweise promovierte ihn die Universität Utrecht zum Ehrendoktor; 1994 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Derzeit arbeitet er an einer Gesamtdarstellung der Geschichte der jüdischen Mystik.

PTH-Pressestelle / 6. Mai 2003
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Neuer SK hat sich konstituiert

Nach den Neuwahlen, die zu Beginn des Sommersemesters 2003 stattfanden, hat sich nun der Studentische Konvent (SK) konstituiert und den Sprecherrat, d. h. das Leitungsgremien, das die Studierenden auch im Senat vertritt, bestimmt:

Vorsitzender

1. Stellvertreter

2. Stellvertreterin

Jörg Widmann

Johannes Helmes

Katrin Fecher

PTH-Pressestelle / 30. April 2003
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»200 Jahre nach der Säkularisation«

Vortrag von Prof. DDr. Karl Gabriel aus Münster

Aus Anlaß des 200. Jahrestages der großen Säkularisation von 1803 finden an der PTH Benediktbeuern verschiedene Veranstaltungen statt, in denen es um dieses Ereignis und seine Folgen geht. Mit Prof. DDr. Karl Gabriel konnte die Ordenshochschule einen der renommiertesten deutschen Sozialethiker und Religionssoziologen für einen Vortrag gewinnen.

Der 1943 geborene Wissenschaftler studierte in Königstein/Taunus, München, Tübingen, Frankfurt und Bielefeld Katholische Theologie und Soziologie. 1977 promovierte er im Fach Soziologie in Bielefeld. 1992 habilitierte er sich im Fach Katholische Theologie in Würzburg. Von 1980 bis 1998 war er Professor für Soziologie, Pastoralsoziologie und Caritaswissenschaft an der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland Osnabrück/Vechta. Seit 1998 ist er Professor für Christliche Sozialwissenschaften an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen der Sozialkatholizismus, die Solidarität in der modernen Gesellschaft, die Christentums-, Religions- und Kirchensoziologie, die kirchlichen Wohlfahrtsverbände und die ethischen Fragen der Globalisierung. Bekannt wurde er vor allem durch sein inzwischen in siebter Auflage erschienenes Buch »Christentum zwischen Tradition und Postmoderne«.

Am Samstag, 10. Mai 2003, um 10.00 Uhr spricht Prof. Gabriel im Benediktbeurer Barocksaal zum Thema: »200 Jahre nach der Säkularisation: Wo stehen Religion, Glaube und Kirche heute?« Dabei soll es um die Säkularisierung gehen, d. h. um den Bedeutungsverlust des Christlichen in der modernen Gesellschaft, der zahlreiche Risiken, aber eben auch wieder neue Chancen für die Kirche mit sich bringt. Alle Interessierten sind zu diesem Vortrag sehr herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

PTH-Pressestelle / 29. April 2003
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Apostolischer Nuntius kam nach Benediktbeuern

Erzbischof Dr. Giovanni Lajolo (68), Apostolischer Nuntius in der Bundesrepublik Deutschland, stattete der PTH Benediktbeuern am Karfreitag, 18. April 2003, einen Besuch ab.

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PTH-Pressestelle / 20. April 2003
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»Identität im Glauben«

»Forum Dissertationen« findet Anklang

Auf maßgebliches Betreiben des Jugendpastoraltheologen Prof. Dr. Martin Lechner hat die Benediktbeurer PTH im vergangenen Herbst die Veranstaltungsreihe »Forum Dissertationen« ins Leben gerufen. Am 9. April 2003 referierte Dr. Wolfgang Steffel im Rahmen dieser Reihe vor rund 20 Zuhörern über seine Arbeit zum Thema »Identität im Glauben«, mit der er unlängst an der Universität Tübingen promoviert hatte. Prof. Lechner wies in seiner Begrüßung darauf hin, daß es zum einen das Anliegen des Forums sei, aktuelle Forschungsprojekte vorzustellen. Zum anderen sollten die Benediktbeurer Dozenten und Studierenden jedoch auch die Gelegenheit erhalten, profilierte Vertreter des wissenschaftlichen Nachwuchses kennenzulernen.

Der Referent begann seine Ausführungen damit, daß Religion Formen und Räume brauche. Hier ergäben sich in der postmodernen Zeit allerdings zahlreiche Schwierigkeiten, da traditionelle religiöse Formen oft keine Resonanz mehr erführen. Es komme daher darauf an, auf »detektivische« Art und Weise Formen religiösen Lebens zu finden, die für heute gültig seien. Dies könne jedoch nicht einfach dadurch geschehen, daß man unmittelbare Zusammenhänge zwischen dem Alltag und dem Göttlichen herstelle.

Anhand einer selbst konstruierten »Dreh-Bet-Scheibe« erläuterte Steffel ein Stufenmodell, das er für geeignet hält, die religiöse Selbstwerdung junger Menschen aufzuzeigen. Zunächst müsse ein »Einstieg aus dem Alltag« stattfinden, d. h. der Alltag müsse zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten unterbrochen werden. Danach sei eine »Verpflichtung auf den Alltag« notwendig, d. h. ein konkretes Bekenntnis zum Christsein im Alltag. Und schließlich gehe es um die »Hingabe im Alltag«, d. h. darum, daß die Liebe Gottes gelebt werde. Die Jugendpastoral, so Steffel, habe in erster Linie Räume anzubieten, in denen junge Menschen Kontrasterfahrungen machen könnten, in denen es aber auch zu Begegnungen komme.

Wolfgang Steffel und die »Dreh-Bet-Scheibe«

Nach dem Vortrag bestand noch Gelegenheit zur Diskussion. Die Wortbeiträge, die vor allem von seiten der Professoren kamen, kreisten zum einen um den Themenkomplex Identität, zum anderen befaßten sie sich mit der Rolle der Familie und des gesellschaftlichen Umfelds. PTH-Rektor Prof. Dr. Karl Bopp SDB äußerte die Ansicht, daß »Identität nicht machbar« sei, eine Ansicht, der Wolfgang Steffel sich gern anschloß, da in der Glaubensentwicklung immer auch die Gnade Gottes eine Rolle spiele.

PTH-Pressestelle / 11. April 2003
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Dekanatsreferent Dr. Wolfgang Steffel

Benediktbeurer »Doppelstudent«

Wolfgang Steffel, 1970 im württembergischen Ellwangen geboren, arbeitet seit Oktober 2002 als Dekanatsreferent in der Region Ehingen-Ulm, er koordiniert u.a. geistliche Begleitungen. Steffel studierte in der Zeit von 1990 bis 1994 Soziale Arbeit an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, Abteilung Benediktbeuern. Zugleich absolvierte er das Studium der Philosophie und Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern, das er an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen fortsetzte. In den Jahren 1992 und 1993 leistete er ein sozialpädagogisches Praktikum an der Dekanatsstelle Tuttlingen-Spaichingen.

Von 1996 bis 2002 war er als erster Sozialpädagoge Jugendreferent beim Bischöflichen Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart; sein Arbeitsbereich war die Jugendpastoral mit dem Schwerpunkt »Religiöse Bildung und Gebete mit Jugendlichen«. Im Jahr 2000 gründete er das Gebetsexperiment »oremus«. Zwei Jahre später promovierte er mit einer Arbeit über Identität im Glauben Jugendlicher bei Peter Hünermann, emeritierter Professor für Dogmatik in Tübingen. Am 9. April 2003 stellte Steffel seine Doktorarbeit im Rahmen des von Prof. Martin Lechner initiierten »Forums Dissertationen« an der PTH vor (s. o.).

Auf die Frage, welche Bedeutung für ihn das Doppelstudium habe und inwiefern er dieses weiterempfehlen könne, antwortete er: »Das ist eine gute Sache.« Die Kombination von Theologie und Sozialer Arbeit ist, so Steffel, sehr lohnend und auch erforderlich. Denn es gehe v. a. um das Christusereignis. Wie kann ich das Christliche in mir an andere Menschen weitergeben? Um dies zu können, bedürfe es nicht nur der theologischen Kompetenzen, sondern v. a. auch der sozialen. Nur im Miteinander könne Jesus Christus erfahren werden. Allerdings bemängelt Steffel die Barrieren, die zwischen Theologen und Sozialpädagogen heute noch immer vorhanden seien. Er wünschte sich, sie seien in Zukunft offener zueinander und könnten besser zusammenarbeiten.

In seiner Freizeit widmet sich Steffel dem Musizieren und spielt am liebsten Gitarre. Er ist Autor geistlicher Bücher, u. a.: Kreuz-Wort-Rätsel. Die Gebetswerkstatt mit Jugendlichen (2002) und zusammen mit Angela Hüttl-Zecca Taizé hin und zurück. Mein biblisches Reiselesebuch (2002).

Enrico Barbiero / 11. April 2003

 

Ehemaligentreffen am 31. Mai 2003

Ein Treffen der ehemaligen Studierenden und Mitarbeiter der Bildungs- und Jugendeinrichtungen im Kloster Benediktbeuern findet am Samstag, 31. Mai 2003 statt. An die PTH-Absolventen ergeht dazu eine herzliche Einladung.

Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite des Klosters:

http://www.kloster-benediktbeuern.de/aktuell/meldung106.htm

PTH-Pressestelle / 5. April 2003
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Diplomfeier an der PTH Benediktbeuern

Angelika Gabriel (25) erhielt am Donnerstag, 20. März 2003, aus den Händen von PTH-Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp SDB die Diplomurkunde überreicht. Die aus Eggenfelden in Niederbayern stammende Theologin hat einen für Benediktbeuern eher untypischen Studienweg hinter sich. Nach ihrem Abitur studierte sie von 1997 an Katholische Theologie an der Universität Regensburg. Im Jahre 2000 wechselte sie nach Benediktbeuern, um hier die Theologie fortzuführen und außerdem ein Studium der Sozialpädagogik aufzunehmen.

Von Anfang an legte Angelika Gabriel in Benediktbeuern ein außergewöhnliches Engagement an den Tag, wie P. Bopp im Beisein der Eltern der Diplomandin sowie mehrerer Professoren und Studenten betonte. Zwei Jahre habe sie den Studentischen Konvent der PTH geleitet und sich darüber hinaus um den Leitbildprozeß der Ordenshochschule große Verdienste erworben. Als kleine Anerkennung überreichte P. Bopp ihr ein Exemplar des von P. Leo Weber verfaßten neuen Klosterführers.

Die frischgebackene Diplom-Theologin wird den Salesianern Don Boscos noch für einige Zeit erhalten bleiben. Im Don-Bosco-Heim in Berlin-Wannsee wird sie ein sechsmonatiges sozialpädagogisches Praktikum absolvieren und sich dort vornehmlich der »Hippotherapie« widmen. Anschließend möchte sie für ein halbes Jahr in einem Hospiz in Bamberg arbeiten, um danach auch ihr Sozialpädagogikstudium in Benediktbeuern zu Ende zu führen.

PTH-Pressestelle / 20. März 2003
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Thomasakademie der PTH Benediktbeuern

Traditionell veranstaltet die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern zu Beginn des Sommersemesters ihre Thomasakademie, bei der ein aktuelles Thema der Theologie behandelt wird. In diesem Jahr findet die Thomasakademie am Montag, 24. März 2003, um 19.30 Uhr im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern statt. Prof. P. DDr. Leo Weber, ein ausgewiesener Kenner der Klostergeschichte, spricht über »Die Säkularisation des Klosters Benediktbeuern«. Im Rahmen dieser Veranstaltung soll auch P. Webers soeben fertig gestellter großer Klosterführer der Öffentlichkeit präsentiert werden. Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

PTH-Pressestelle / 17. März 2003
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Großer Klosterführer von Prof. P. DDr. Leo Weber erschienen

Im Regensburger Verlag Schnell & Steiner ist aus der Feder von Prof. P. DDr. Leo Weber SDB ein 80seitiger kirchen- und kunsthistorischer Führer zum Kloster Benediktbeuern erschienen.
Das auf dem neuesten Stand der Forschung befindliche, reich bebilderte Werk kann an der Pforte des Klosters käuflich erworben werden.

Die bibliographischen Daten:
Leo Weber, Kloster Benediktbeuern. Hoheits-, Wirtschafts- und Kulturzentrum seit dem frühen 8. Jahrhundert im Pfaffenwinkel [= Großer Kunstführer Schnell & Steiner 23], Regensburg 2003.
ISBN 3-7954-1412-1
€ 12,90

PTH-Pressestelle / 15. März 2003
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Jahresbericht 2003 erschienen

Rechtzeitig zum Beginn des Sommersemesters 2003 liegt der Jahresbericht 2002 der PTH Benediktbeuern im Druck vor. Exemplare können im Sekretariat der Hochschule abgeholt werden.

PTH-Pressestelle / 14. März 2003
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Neuer Direktor des Klosters Benediktbeuern ernannt

Hochschulseelsorger P. Claudius Amann (46), Absolvent der PTH, leitet ab August 2003 die Mitbrüdergemeinschaft der Salesianer Don Boscos im Kloster Benediktbeuern.

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PTH-Pressestelle / 14. März 2003
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Zwischen Jona und Jesus

Biblische Anregungen für den gesellschaftlichen Wandel in Chile

Am 11. März 2003 war der chilenische Theologe Prof. Dr. Arturo Bravo Retamal auf Einladung von Frau Prof. Dr. Margit Eckholt zu Gast in Benediktbeuern und hielt an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos einen Vortrag zum Thema »Zwischen Jona und Jesus. Biblische Anregungen für den gesellschaftlichen Wandel in Chile«. Dr. Arturo Bravo ist als Alttestamentler am Instituto de Ciencias Religiosas der Universidad Católica Salesiana Cardenal Raúl Silva Henríquez in Santiago de Chile tätig. Die Lehrerbildungsstätte ist eine Gründung von Kardinal Raúl Silva Henríquez SDB, die zu Zeiten der Militärdiktatur in Chile von den Militärs entlassenen Professoren einen neuen Arbeitsplatz und eine neue Wirkungssstätte geboten hat.

Prof. Dr. Arturo Bravo und Prof. Dr. Margit Eckholt

Der Vortrag von Dr. Bravo hat das befreiende Potential der biblischen Texte auf neue Weise für heute erschlossen: Er stellte einen sozialwissenschaftlich und befreiungstheologisch geprägten Zugang zu den Texten des Alten und Neuen Testaments dar und geht auf Bravos Forschungen zum Humor und zur Freude in der Bibel zurück. Mit dem Blick auf Jona und auf Jesus versuchte Dr. Bravo, zwei unterschiedliche Reaktionsweisen auf die durch die Globalisierung ausgelösten gegenwärtigen Umbruchsprozesse und Veränderungen persönlicher und kollektiver Identität herauszuarbeiten: Jona schließt sich ab und grenzt andere aus, Jesus ist ein »demütiger, offener, dialogfähiger Erlöser ... Die Art und Weise, wie Jesus handelt, zeigt, wie man auf zutiefst menschliche Weise leben kann.« So beendete Dr. Bravo seinen Vortrag mit dem Motto:»Ausschluß ausschließen!« Für die gastgebende Theologische Hochschule war die Anwesenheit des Gastes aus Chile ein schönes Zeichen der internationalen wissenschaftlichen Verbundenheit innerhalb der salesianischen Familie.

Prof. Dr. Margit Eckholt / 14. März 2003
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PTH Benediktbeuern erhält Besuch aus Rom

Seit 1976 ist die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos an die Philosophische Fakultät der Università Pontificia Salesiana (UPS) »affiliiert«. Dies bietet den Vorteil, daß in Benediktbeuern ein akademischer Grad der römischen Salesianeruniversität erworben werden kann, nämlich das »Bakkalaureat in Philosophie« – ein Angebot, von dem immer mehr Studierende Gebrauch machen.

Um die deutschen Kollegen näher kennenzulernen und um die Kooperation zu intensivieren, stattete der Dekan der Philosphischen Fakultät der UPS, Prof. P. Dr. Scaria Thuruthiyil SDB (55), der PTH vom 23. bis 26. Februar 2003 einen Besuch ab. Der gebürtige Inder, zu dessen Arbeitsgebieten die Erforschung der hinduistischen und buddhistischen Philosophie gehört, lehrt seit 1989 in Rom, nachdem er vorher an verschiedenen indischen Hochschule tätig war.

Prof. Dr. Clemens Schwaiger SDB (Benediktbeuern)
und Prof. P. Dr. Scaria Thuruthiyil SDB (Rom)

In den Gesprächen mit dem Rektor der PTH, Prof. P. Dr. Karl Bopp SDB, und dem Leiter des Philosophischen Instituts der PTH, Prof. Dr. Clemens Schwaiger SDB, ging es unter anderem um die Möglichkeit eines Austauschs von Lehrenden und Studierenden. Daneben stand eine »große Klosterführung« auf dem Programm, die auch die übrigen Benediktbeurer Bildungs- und Jugendeinrichtungen einschloß.

PTH-Pressestelle / 26. Februar 2003
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200 Jahre nach der großen Säkularisation

Die Säkularisation des Jahres 1803 (»Reichsdeputationshauptschluß« vom 25. Februar 1803 ) hatte einen tiefgreifenden Wandel des katholisch-kirchlichen Lebens in Deutschland zur Folge. Verschiedene Veranstaltungen im Kloster Benediktbeuern thematisieren dieses Ereignis.

Dienstag, 25. Februar 2003, 19.30 Uhr, Abt-Magnus-Pachinger-Raum des Maierhofs
Im Rahmen der Erwachsenenbildungsarbeit des Zentrums für Umwelt und Kultur hält Prof. P. Dr. Norbert Wolff SDB von der PTH Benediktbeuern unter dem Titel: »Peter Alois Gratz – Aufstieg und Fall eines Allgäuer Lehrersohnes und Bibelwissenschaftlers« einen Diavortrag über einen zur Zeit der Säkularisation lebenden Theologen.

Dienstag, 11. März 2003, 19.30 Uhr, Treffpunkt Klosterpforte
Ebenfalls im Rahmen der Erwachsenenbildungsarbeit des Zentrums für Umwelt und Kultur spricht Philipp Gahn, Leiter der PTH-Bibliothek, zum Thema: »Die Bibliothek im Kloster Benediktbeuern. Über den Umgang mit alten Büchern vor 200 Jahren (Säkularisation) und heute«. Dabei finden auch praktische Demonstrationen moderner Buchpflege statt.

Montag, 24. März 2003, 19.30 Uhr, Barocksaal des Klosters
Über »Die Säkularisation des Klosters Benediktbeuern« referiert Prof. P. DDr. Leo Weber SDB von der PTH Benediktbeuern im Rahmen der alljährlich im März stattfindenden Thomasakademie.

Samstag, 10. Mai 2003, 10.00 Uhr, Barocksaal des Klosters
Prof. DDr. Karl Gabriel von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster befaßt sich mit den Folgen von Säkularisierungsprozessen für die heutige Zeit. Das Thema seines Vortrags lautet: »200 Jahre nach der Säkularisation: Wo stehen Religion, Glaube und Kirche heute?«

Freitag, 11. Juli 2003, 19.30 Uhr, Barocksaal des Klosters
Ordensleute aus der Region führen ein Podiumsgespräch zum Thema: »Die Klöster im Landkreis ihr Auftrag heute«. Mitveranstalter ist das Katholische Kreisbildungswerk Bad Tölz-Wolfratshausen.

Sonntag, 13. Juli 2003, 16.30 Uhr, Basilika St. Benedikt
Die Gruppe für Alte Musik München unter der Leitung von Martin Zöbeley spielt »Geistliche Musik aus bayerischen Klöstern«.

Montag, 25. August, bis Freitag, 29. August 2003
In der letzten August-Woche des Jahres 2003 findet im Kloster Benediktbeuern eine von den beiden konfessionellen Bibliotheksverbänden (AKThB und VkwB) gemeinsam veranstaltetete Jahrestagung zum Thema: »Der Staat und die kirchlichen Bibliotheken in Vergangenheit und Gegenwart« statt. Einzelne Vorträge werden sich mit der Säkularisation und ihren Folgen für das katholische Bibliotheks- und Bildungswesen beschäftigen.

Dienstag, 11. November 2003, 19.30 Uhr, Abt-Magnus-Pachinger-Raum des Maierhofs
Prof. P. DDr. Leo Weber SDB behandelt im Rahmen der Erwachsenenbildungsarbeit des Zentrums für Umwelt und Kultur das Thema: »Kloster ohne Mönche. Wie änderte sich das Leben der Benediktbeurer?«

PTH-Pressestelle / 14. Februar 2003
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Hochschuldidaktische Weiterbildung in Benediktbeuern

Eine hochschuldidaktische Weiterbildung für Promovenden und Habilitanden der Katholischen Theologie aus ganz Deutschland, die sich für die Übernahme eines akademischen Lehramtes qualifizieren möchten, findet im Wintersemester 2003/2004 im Kloster Benediktbeuern statt. Träger der Weiterbildung sind der Katholisch-theologische Fakultätentag und die Deutsche Bischofskonferenz. Die Leitung haben wie schon 1999/2000 und 2001/2002 der Tübinger Dogmatiker Prof. Dr. Bernd Jochen Hilberath und der Dortmunder Hochschuldidaktiker Prof. Dr. Dr. h.c. Jochen Wildt.

Vorgesehen sind zwei Werkstattseminare (9. bis 13. September 2003 und 25. bis 29. Februar 2004). In der dazwischenliegenden Vorlesungszeit sollen die Teilnehmer versuchen, das Erlernte an ihren Heimathochschulen in die Praxis umzusetzen, wobei sie Unterstützung durch Supervision und kollegiale Beratung erhalten.

Anmeldeschluß zu dieser Weiterbildung ist der 1. Juli 2003.

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PTH-Pressestelle / 14. Februar 2003
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Benediktbeurer Ehrendoktor für Msgr. Sieger Köder

Im Rahmen einer akademischen Feierstunde am 31. Januar 2003 (Don-Bosco-Fest) im Festsaal des Klosters Benediktbeuern, bei der auch der Rottenburg-Stuttgarter Weihbischof Dr. Johannes Kreidler anwesend war, wurde dem in Ellwangen lebenden Priester und Künstler Msgr. Sieger Köder (78) die Ehrendoktorwürde der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos verliehen. PTH-Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp SDB wies in seiner Begrüßung darauf hin, daß die Theologie das Thema der Ästhetik in den letzten Jahren wieder stärker entdecke. Im übrigen stießen Sieger Köders von der Bibel inspirierte Bilder in der Religionspädagogik sowie in der Jugendpastoral auf eine breite Resonanz.

V.l.n.r.: Weihbischof Dr. Johannes Kreidler, Msgr. Sieger Köder, P. Theo Schmidkonz SJ, PTH-Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp SDB

Die Laudatio auf den frischgebackenen Ehrendoktor hielt ein alter Weggefährte, der Augsburger Priesterseelsorger P. Theo Schmidkonz SJ, der als Verfasser zahlreicher Texte zu Sieger-Köder-Bildern hervorgetreten ist. Zu Beginn seiner Rede erwähnte P. Schmidkonz, daß er gefragt worden sei, warum denn kein »richtiger Theologe« zum Dr. h. c. promoviert werde. Anhand von sechs Werken des Künstlers (»Immanuel«, »Brotlandschaft«, »Kirchengeschichte«, »Pfingsten«, »Die Wurzel trägt dich«, »Moschee in der Wüste«) verdeutlichte P. Schmidkonz, daß es sich bei Sieger Köder sehr wohl um einen »richtigen Theologen« handelt, einen Theologen freilich, der die Sprache der Bilder benutzt.

Wichtige theologische Anliegen (das nicht auf die katholische Kirche beschränkte Wirken des Heiligen Geistes, die Ökumene, das Verhältnis von Christen und Juden angesichts der Shoah, Gemeinsamkeiten der Weltreligionen), so P. Schmidkonz, spielten in den durchreflektierten Bildern Sieger Köder eine Rolle. Zudem begegneten hier immer wieder eindrucksvolle Gestalten der Geschichte, die den heutigen Menschen etwas zu sagen hätten (z. B. der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber, der im KZ umgekommene evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer und der Konzilspapst Johannes XXIII.). Jesus Christus werde von Sieger Köder eigentlich nie direkt ins Bild gebracht. Stattdessen gehe es ihm um Weg-Erfahrungen von Menschen, die immer auch zu Glaubens-Erfahrungen einlüden. In vielen der Werke des Künstlers bestehe überdies ein Freiraum für den Betrachter, der diesen in das Bild mit hineinnehme und nach der Bedeutung des Gesehenen für das eigene Leben fragen lasse.

Provinzial P. Herbert Bihlmayer SDB aus München ließ es sich nicht nehmen, als Vertreter des salesianischen Generalobern und PTH-Großkanzlers persönlich nach Benediktbeuern zu kommen und Msgr. Sieger Köder die Promotionsurkunde zu überreichen. Der Geehrte sprach in seiner Dankesrede davon, daß ihn mit Benediktbeuern bereits eine lange Geschichte verbinde. Frühe Wandbilder in der dortigen Jugendherberge seien zwar dem Brand von 1979 zum Opfer gefallen. Jedoch habe er in den letzten Jahren zusammen mit seinen Schülern einige Räume des Zentrums für Umwelt und Kultur neu gestalten dürfen.

Überreichung der Promotionsurkunde durch Provinzial P. Herbert Bihlmayer (rechts) an Msgr. Sieger Köder

PTH-Pressestelle / 1. Februar 2003
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»Aufbaukurs Religionspädagogik«

Benediktbeurer Absolventen erhalten Unterrichtsgenehmigung

Zum letzten Mal fand am 18. Januar 2003 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos eine Abschlußprüfung zum »Aufbaukurs Religionspädagogik« statt. An die Stelle dieses Aufbaukurses tritt in Zukunft die »Zusatzqualifikation Religionspädagogik« (ZRP), durch welche – aufgrund der Kooperation mit der Katholischen Akademie Domschule Würzburg – eine für alle deutschen Diözesen geltende Befähigung zur Erteilung von Religionsunterricht an Grund-, Haupt- und Sonderschulen erworben werden kann.

Die sechs Absolventen, unter ihnen drei Frauen und drei Männer, hatten zuvor als Studierende der Sozialen Arbeit an der von der Benediktbeurer KSFH angebotenen dreisemestrigen »Theologischen Zusatzausbildung« teilgenommen. Im Anschluß daran belegten sie an der PTH den Aufbaukurs.

Am Ende einer Eucharistiefeier, die von P. Dr. Josef Weber SDB geleitet wurde, überreichte der Leiter der Schulabteilung der Diözese Augsburg, Oberstudiendirektor Ludwig Rendle, den Absolventen die Urkunden. Bei der Feier war auch Joachim Herten von der Domschule Würzburg zugegen.

V.l.n.r.: Joachim Herten (Domschule Würzburg), Elke Gerhard, OStD Ludwig Rendle (Bischöfliches Schulamt Augsburg), Elisabeth Sowa, Martina Kronthaler, Matthias Fischer, Mario Wald, Michael Frauscher, P. Dr. Josef Weber SDB

Da die diesjährigen Benediktbeurer Aufbaukurs-Absolventen bei Prof. P. Dr. Jacques Schepens SDB eine Zusatzprüfung ablegten, kommen sie bereits in den Genuß der mit der ZRP verbundenen Vorteile. Sie können daher in ganz Deutschland – ohne die bisherige Beschränkung auf die Diözese Augsburg – als Religionslehrer eingesetzt werden.

Somit steht ihnen zum einen der Weg frei, als Sozialpädagogen nebenamtlich Religionsunterricht zu erteilen, z. B. in der Kombination von Schulsozialarbeit und Schulseelsorge oder in (kirchlichen) Erziehungseinrichtungen. Gerade dort, wo Religionslehrer mehr als Pädagoge denn als Wissensvermittler gefragt sind, öffnet sich den Benediktbeurer Absolventen ein weites Arbeitsfeld.

Zum anderen besteht auch die Möglichkeit, sich durch religionspädagogische Seminarkurse weiter zu qualifizieren und dann als Religionslehrer ganz in den kirchlichen Dienst zu treten. Um diesen Weg zu gehen, bedarf es allerdings noch einer zusätzlichen Prüfung, die nach mindestens einem Praxisjahr abzulegen ist.

PTH-Pressestelle / 29. Januar 2003
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Liturgie und Kirchenmusik

Nach seiner Habilitation doziert P. Josef Gregur wieder in Benediktbeuern

Dr. Josef Gregur (50), aus Kroatien stammender Salesianerpater und frisch habilitierter Liturgiewissenschaftler, wird ab dem Sommersemester 2003 erneut das Dozententeam der PTH Benediktbeuern verstärken.

Der in Donja Voca nahe der ungarischen Grenze geborene Theologe, der die Salesianer Don Boscos während seiner Gymnasialzeit kennen lernte, trat noch vor dem Abitur in das Noviziat der kroatischen Ordensprovinz ein. Als knapp 18jähriger legte er am 15. August 1970 die ersten Gelübde ab. 1972 kam er nach Benediktbeuern, um hier Deutsch zu lernen.

Anschließend nahm er das Studium der Philosophie und der Katholischen Theologie an der PTH auf, das jedoch nach einem Jahr durch den Militärdienst in der jugoslawischen Armee unterbrochen wurde. Ab dem Sommersemester 1975 konnte er sein Studium fortsetzen. Nach Bestehen der Diplomprüfung im Jahre 1978 absolvierte Josef Gregur ein einjähriges pädagogisches Praktikum im Don-Bosco-Haus in Augsburg.

Am 29. Juni 1980 wurde er – inzwischen Mitglied der süddeutschen Ordensprovinz – zum Priester geweiht. Fünf Jahre lang gehörte Pater Gregur dann zur Mitbrüdergemeinschaft des Jugendwohnheims Salesianum in München. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit studierte er Musik am Konservatorium. 1985 bestand er das B-Examen in Katholischer Kirchenmusik und die staatliche Musiklehrerprüfung. Im selben Jahr wurde er nach Buxheim im Allgäu versetzt, um hier als Internatserzieher, Musik- und Religionslehrer zu wirken.

1991 begab Pater Gregur sich nach Graz, wo er 1995 von der Katholisch-Theologischen Fakultät aufgrund seiner Dissertation über die Kirchenmusik bei den Salesianern Don Boscos zum Doktor der Theologie promoviert wurde. Es folgte eine vierjährige Tätigkeit als Dozent für Liturgiewissenschaft und Kirchenmusik an der PTH Benediktbeuern. Von 1995 bis 1997 versah Pater Gregur außerdem die Aufgaben eines Hochschulseelsorgers.

In den letzten drei Jahren lebte er in Rom, wo er sich der Abfassung seiner Habilitationsschrift über den Gottesdienst als »Höhepunkt und Quelle« des kirchlichen Lebens widmete. Die Arbeit wurde Ende 2002 von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Fribourg/Schweiz angenommen. Wenige Tage vor Weihnachten (und vor seinem 50. Geburtstag) bestand Pater Gregur auch das Habilitationskolloquium. Mittlerweile ist er nach Benediktbeuern zurückgekehrt. Seine Schwerpunkte möchte er in Zukunft in den Bereichen der liturgiewissenschaftlichen Grundlagenforschung und der Kirchenmusik setzen.

PTH-Pressestelle / 18. Januar 2003
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Erste Ehrenpromotion an der PTH Benediktbeuern

Priester und Künstler Sieger Köder wird Dr. theol. h. c.

Nachdem die Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern seit mehr als zehn Jahren über das Promotionsrecht verfügt, verleiht sie zum Don-Bosco-Fest, 31. Januar 2003, erstmals den Titel eines Doctor honoris causa, und zwar an den schwäbischen Priester und Künstler Sieger Köder (78). Bei der Promotionsfeier im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern wird auch der Rottenburger Weihbischof Dr. Johannes Kreidler anwesend sein. Ein langjähriger Weggefährte Sieger Köders, der Jesuitenpater Theo Schmidkonz, der zahlreiche Meditationstexte zu Bildern des Künstlers verfaßt hat, wird eine Laudatio halten.

Sieger Köder erläutert bei einer Veranstaltung im Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern die Entstehung des Bildes »Das Mahl mit den Sündern«
Foto: Manfred Neubauer

Wie PTH-Rektor Prof. P. Dr. Karl Bopp SDB betont, gelte die Ehrung einem Mann, der es in hervorragender Weise verstehe, den Symbolgehalt der Heiligen Schrift für die heutige Zeit zu erschließen. »Während wir als Theologieprofessoren oft eine Sprache benutzen, mit der die 'religiösen Normalverbraucher' wenig anfangen können, schafft Sieger Köder es durch seine Bilder, die Menschen in das biblische Geschehen hineinzunehmen und sie mit den Grundfragen ihres Daseins zu konfrontieren.«

Das entscheidende Motiv für die Verleihung des Ehrendoktorates, so Bopp, sei die Tatsache gewesen, daß die Werke Sieger Köders in der religionspädagogischen und jugendpastoralen Praxis hohe Wertschätzung genössen und breite Anwendung fänden. Da die PTH ein Hauptaugenmerk auf die Glaubensvermittlung an junge Menschen lege, sollten mit der Ehrenpromotion gerade die in den Kunstwerken Sieger Köders zum Ausdruck kommende Theologie und deren Bedeutung für die Religionspädagogik und Jugendpastoral der Kirche gewürdigt werden. Auch Provinzial P. Herbert Bihlmayer habe als Trägervertreter gern sein Einverständnis dazu gegeben.

Der 1925 in Wasseralfingen bei Aalen geborene Sieger Köder ist in Benediktbeuern kein Fremder. Den Professoren P. Ottmar Schoch und P. Dr. Otto Wahl ist er schon aus der gemeinsamen Zeit im katholischen Jugendverband Neudeutschland bekannt. Und in den 50er und 60er Jahren besuchte Sieger Köder damals noch als Kunsterzieher am Schubart-Gymnasium in Aalen mit seinen Schülern wiederholt die Jugendherberge des Klosters Benediktbeuern.

Im Alter von 40 Jahren gab er seinem Leben eine neue Richtung und nahm ein Studium der Theologie auf, um Priester zu werden. Nach dem Empfang der Weihe im Jahre 1971 wirkte er zunächst als Kaplan in Ulm und seit 1975 als Pfarrer in Rosenberg und Hohenberg bei Ellwangen. Seit 1995 verbringt er seinen Ruhestand in Ellwangen.

Das wohl bekannteste Gemälde Sieger Köders entstand 1973: »Das Mahl mit den Sündern«, das sich in der Villa San Pastore südlich von Rom befindet. Weitere Bilder von ihm sind in verschiedenen Kirchen der Region um Aalen und Ellwangen zu bestaunen. Doch auch in Benediktbeuern hat Sieger Köder eindrucksvolle Spuren hinterlassen. In den Räumen des dortigen »Zentrums für Umwelt und Kultur« hat er zusammen mit einigen Schülern Textpassagen aus den »Carmina Burana« bildlich dargestellt und außerdem für den Meditationsraum ein imposantes Hinterglasbild zum Thema »Schöpfung« geschaffen.

PTH-Pressestelle / 18. Januar 2003
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